Weihnachten! & Worte von S.E LEFEBVRE

Das andere Weihnachtsevangelium



„Die Weihnachtsgeschichte“  –Ein Rückblick auf die Geschichte des Weihnachtsfestes.
Das älteste und höchste Fest der Christenheit und des Kirchenjahres ist Ostern, das Fest der Auferstehung Christi. 
Jede Hl. Messe ist eine Vergegenwärtigung seines heilbringenden Sterbens und seiner Auferstehung.
(Das Opfer Jesu Christi am Kreuz wiederholt sich, doch auf unblutige Weise!)
Ein Fest der Geburt Christi entsteht erst später. Den entscheidenden Anstoß zur Feier der Menschwerdung Christ gibt offenbar das Konzil von Nizäa (325) mit seinem Christusbekenntnis gegen die Irrlehre der Arianer. Es ist uns erhalten im „Großen Glaubensbekenntnis“, das wir neben dem „apostolischen Glaubensbekenntnis“ in unserer Liturgie  kennen:
                                    „Wir glauben … an den einen Herrn Jesus Christus,
                                   Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater.
Und …
„Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.“
 Das Bekenntnis des Konzils vom eingeborenen Sohn Gottes und seiner Menschwerdung, das wir vor allem auch dem großen Bischof und Kirchenvater, dem heiligen Athanasius von Alexandrien verdanken,  nimmt Gestalt an in der liturgischen Feier dieses Ereignisses. Das ist besonders der Fall in der westlichen Kirche. „Tatsächlich sind … die Weihnachtstexte ein einziges, nizänisches Triumphlied. Weihnachten wird Fest“ (Theodor Schnitzler, Die Heiligen im Jahr des Herrn). In der dritten Weihnachtsmesse („am Tag“) ist uns die früheste Form der weihnachtlichen Liturgie weitgehend erhalten geblieben.
Die neutestamentliche Lesung beginnt mit den Worten des Hebräerbriefes:
„Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten. In dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welten erschaffen hat. Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens…“ 
Das Festevangelium ist der Prolog zum Evangelium nach Johannes:  
„Im Anfang war das Wort/der Logos, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
… Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist…Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt; und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“ –
Wir haben hier das älteste Weihnachtsevangelium in der Liturgie der Kirche vor uns; die anderen Evangelientexte vom Kind in der Krippe und von den Hirten auf dem Felde kommen erst später hinzu.
Das neue Fest breitet sich aus in der Kirche des Westens und des Ostens. Es macht Geschichte. 
Es hilft bei der Missionierung der  neuen europäischen Völker die Herzen der Menschen für den Glauben an Christus zu gewinnen, der für uns Mensch geworden ist.
Der Altmeister der Liturgiewissenschaft, Theodor Schnitzler meint sogar: „In den Jahrhunderten nach der Völker-wanderung steht die lateinische Christenheit vor einer schweren Aufgabe.
Mit Ausnahme der Franken sind alle eingewanderten Germanenvölker Arianer.
Sie müssen katholisch ummissioniert werden. Dazu hilft die Feier der Weihnacht  mit ihren nizänischen Texten. Das  Weihnachtsfest wird Hochfest.“  
– Wenn das zutrifft, hätte dieses neue Fest einen wichtigen Beitrag geleistet zur Hinführung dieser Völker zur katholischen Kirche.
Im hohen Mittelalter beginnt eine neue Entwicklung. 
Die abendländischen Christen entdecken Christus,
der bisher eher als der starke und erhabene Herrscher verehrt wurde,
neu in seiner Menschlichkeit, die er von der Krippe bis zum Kreuz mit uns geteilt hat.
Das liebliche, hilflose, göttliche Kind in der Krippe wird Ausdruck der unbegreiflichen Liebe Gottes zu uns Menschen und bewegt die Herzen der Gläubigen. Die Geschichte vom heiligen Franziskus, der in Greccio (1223) mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte durch lebende Menschen und Tiere und mit seiner Predigt die Anwesenden zu Tränen rührte, ist ein Beispiel dafür.
Später verbreitet sich eine eigene Krippenfrömmigkeit – 
besonders in der Barockzeit durch Jesuiten und Franziskaner – 
in allen katholischen Ländern von Litauen und Polen bis nach Spanien und Portugal,
von Sizilien bis nach Irland und in den neuen Missionsgebieten von den Philippinen bis in die entlegenen Täler der Anden. Das Evangelium von der Geburt Christi wird anschaulich für Kinder und Erwachsene, für Bibelleser und für Menschen, die nie Gelegenheit hatten,  Lesen und Schreiben zu lernen.
Die Liturgie des Festes entwickelt sich weiter. 
Es wird mit einer Oktav acht Tage lang gefeiert und bekommt eine Vorbereitungszeit im Advent. 
Es entsteht ein eigener weihnachtlicher Festkreis im Kirchenjahr. 
Es geschieht noch mehr. Überall in der Welt, wo Weihnachten gefeiert wird, 
entstehen unzählige teils kirchliche, teils volkstümliche Weihnachtslieder, je nachdem feierlich, innig-fromm, fröhlich, schlicht oder voller Poesie. 
Es entsteht in den christlich geprägten Ländern ein reiches weihnachtliches Brauchtum. 
Beides ist oft ein Beispiel gelungener Inkulturation des Christlichen in vorhandenen kulturellen Traditionen. Unzählige Werke der Kunst werden geschaffen in Malerei, Plastik und Kirchenmusik.
 Das Bekenntnis und Dogma von Nizäa – Manche reden da von „sterilen für das wirkliche Leben unbrauchbaren Satzwahrheiten“ – hat Geschichte gemacht und das Leben unzähliger gläubiger Menschen in aller Welt mitgeprägt und bereichert. 
Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus unterscheidet den christlichen Glauben von allen anderen Religionen, philosophischen und sonstigen Welterklärungen. 
Sie ist für uns das wichtigste Ereignis der Menschheits- und Heilsgeschichte. 
Sie ist das unüberbietbare Ja Gottes zu seiner Schöpfung und zum Menschen mit weitreichenden Konsequenzen für unser Verständnis von Gott, vom Menschen und der Welt, von der Kirche, für unser Leben als Christen – und für den Zugang zu den  Evangelien mit der „Weihnachtsgeschichte.“ 


Einige Auszüge von P. Vincenz  Reinhart  SAC
Hirschberg, ND-GKMF,  Nr. 12  - 



Einen gesegneten Heiligen Abend und fröhliche Gnadenreiche Weihnachten  
Ihr Custos-Sancto Team


DIE VOLLKOMMENHEIT GOTTES!

Von S.E Erzbischof Lefebvre
Wir tun gut daran, uns während dieser ganzen Betrachtung über Gott zu erinnern, dass wir alles, was über Gott gesagt wird, auf Unseren Herrn Jesus Christus anwenden müssen, der Gott ist.
Man kann Jesus Christus und Gott nicht trennen! 
Man kann die christlichen Religionen nicht von Jesus Christus der Gott ist, trennen und man muss feststellen und glauben, dass nur die katholische Religion die christliche Religion ist.
Diese Behauptungen führen zu unvermeidlichen Schlussfolgerungen, die keine kirchliche Behörde bestreiten kann: Außerhalb Jesus Christus und der katholischen Religion, der Kirche, gibt es kein Heil, kein ewiges Leben!
Wer immer sich rettet, erlangt das ewige Leben durch seine 
Zugehörigkeit zum Mystischen Leib Unseres Herrn.

Eine andere Schlussfolgerung ist: Alle Gesellschaften, die Unser Herr gestiftet hat, müssen ihrer Zweckbestimmung entsprechend notwendigerweise gemeinsam darauf hinwirken, dass die Seelen katholisch werden oder katholisch erhalten bleiben,
um ihnen zum ewigen Leben zu verhelfen,
dem Ziel der gesamten Schöpfung, dem Ziel der Menschwerdung und der Erlösung!

Diese Schlussfolgerungen sind unvergänglich und unabänderlich. Sie sind der Ausdruck der gesamten Offenbarung und waren die Leitprinzipien der gesamten Kirche bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil!

Die Errichtung der von den Prinzipien der Französischen Revolution von 1789 und den freimaurerischen Prinzipien hinsichtlich der Religion und der Religionen und hinsichtlich der bürgerlichen Gesellschaft durchdrungenen "konziliaren Kirche" ist ein von der Hölle inspirierter Betrug zur Zerstörung der katholischen Religion, ihres Lehramtes, ihres Priestertums und des Opfers Unseres Herrn.

Diese neue Kirche konnte logischerweise nicht mehr das Lob Jesu Christi als des allumfassenden Königs der Nationen singen, sie kann nicht mehr die Gedanken Unseres Herrn der Welt gegenüber haben. 
DESHALB WURDE  DER GESAMTE GEIST DER LITURGIE UMGEWANDELT durch die Umwandlung einer Unzahl von Einzelheiten in den Texten und in den Gebärden.

Die Betrachtung des fleischgewordenen Wortes, wie es an allen liturgischen Festen besungen wird, ist ab jetzt für die NEUE KIRCHE unmöglich geworden.
Wir müssen um jeden Preis dem Geist der katholischen Kirche treu bleiben, wenn wir uns der Betrachtung der göttlichen Geheimnisse, dem Geheimnis des fleischgewordenen Wortes, dem Geheimnis der allerheiligsten Dreifaltigkeit hingeben wollen. 

Die göttlichen Vollkommenheiten unterscheiden sich vom göttlichen Wirken, obwohl bei Gott nichts getrennt werden kann. Aber die Schwachheit unseres Geistes zwingt uns, Gott auf menschliche Weise zu studieren.

Gott ist die Wahrheit, die Güte, die Schönheit.
Diese Attribute sind die Attribute des Seins, das Gott ist. 
Und da Gott alles Sein in sich selbst besitzt, besitzt Er also die Wahrheit, die Güte, die Schönheit in ihrer absoluten Vollkommenheit.

Je mehr die Wesen am göttlichen Sein teilhaben, desto mehr haben sie an Seiner Wahrheit, an Seiner Güte und an Seiner Schönheit teil. Unsere Erkenntnis ist hier auf Erden sehr unvollkommen und wird es auch noch im Himmel sein, denn man müsste Gott selbst sein, um Ihn in der ganzen Vollkommenheit Seines Seins zu erkennen und das ist nur bei den drei göttlichen Personen der Fall.
Ein Zugang zu einer besseren Erkenntnis Gottes besteht darin, bei Ihm alle den Geschöpfen gesetzten Grenzen zu verneinen, die uns übrigens dazu dienen, die Existenz Gottes zu beweisen.
So verneinen wir also bei Gott jede Unvollkommenheit: 
GOTT IST VOLLKOMMEN!
Wir verneinen bei Ihm jede Grenze: GOTT IST UNENDLICH!
Wir verneinen bei Ihm jede Grenze im Raum: 
ER IST ÜBERALL, ALLGEGENWÄRTIG!
Wir verneinen bei Ihm jede Grenze in der Zeit: ER IST EWIG!
Wir verneinen bei Ihm jeden Wandel: ER IST UNWANDELBAR!

Man müsste bei der Gelegenheit zahlreiche Texte der Heiligen Schrift zitieren. Man kann sagen, dass das Alte Testament ein Hymnus an die unendliche Vollkommenheit Gottes ist.
Man ist im Geist der Anbetung voll Bewunderung für die Erhabenheit, für die Allmacht Gottes, für Seine Vorsehung in der Geschichte der Menschheit und besonders der Geschichte Israels, die das Kommen des Messias vorbereitet.

Im Neuen Testament wird es dann die Bekundung, die Epiphanie Seiner allerheiligsten Dreifaltigkeit, Seiner unendlichen Liebe, Seiner unergründlichen Barmherzigkeit für die Sünder sein, die Wir sind.
Mit welcher tiefen Überzeugung müssten wir alle liturgischen Gebete sprechen, die uns unablässig an diese göttlichen Vollkommenheiten erinnern! 
Dann werden uns die Demut, die Stille und alles, was uns von der Welt entfernt, ganz natürlich werden, so dass wir uns freuen, in Gott zu leben, in der allerheiligsten Dreifaltigkeit, in Jesus Christus und durch Jesus Christus in diesem Ozean der Güte, der Barmherzigkeit und der Allmacht.
So wird also Jesus Christus in uns immer mehr den wahren Platz einnehmen, der Ihm als fleischgewordenem Gott gebührt,
und Seine allerheiligste Eucharistie als Opfer und Sakrament wird zum Mittelpunkt unseres Lebens, unserer Gedanken werden, durch die wir in die unermäßliche Wirklichkeit der allerheiligsten Dreifaltigkeit eindringen.




Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib.





















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