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P.PFEIFFER ÜBER ANTONIUS DER GROßE UND DIE PASSION

Predigt

Pater Joseph Pfeiffer über 
St. Antonius der Mönchs und Wüstenvater 




"Es ist das Fest des Hl. Antonius von der Wüste. Der Heilige Antonius von Padua lebte stattdessen 800 Jahre später und wurde nach ihm benannt. 
Der Wüstenvater Antonius lebte am Ende der Zeit der Christenverfolgung, in Zeiten des Konstantins, und er ist einer der ersten Väter in der Wüste. Einer der Kichenväter, ein Wüstenvater, ein Vater des spirituellen Lebens. Ein Vater des übernatürlichen Kampfes gegen Satan. Als Antonius ein junger Mann war und die Heilige Messe besuchte, hörte er aus der Passage der Heiligen Schrift die dort vorgelesen wurde, die Worte: 
Man solle alles verlassen um Christus zu folgen! 
Genau das tat er dann!
Er ging in die Wüste und begann dort zu beten, 
Buße zu tun und zu meditieren. 
Er erhielt ein tieferes Verständnis über die Wiederkunft Jesu Christi.
Er verstand so vieles nun, doch darauf hin erschien der Teufel. 
Er verfolgte ihn. Diverse Dämonen kamen! Antonius ging dann in eine Höhle und die Dämonen folgten ihm. Sie gingen mit hinein in die Höhle und schlugen auf ihn ein. Sie schlugen so sehr bis er wie Tot zusammen brach. 
Antonius ist der Meister des übernatürlichen Kampfes in der Wüste. 
Nach vielem Kampf in der Wüste, nachdem Antonius eine tiefere Erkenntnis der Ankunft Christi erhalten hatte, kam der Teufel und kämpfte mit ihm. 
Antonius hatte auch einen körperlichen Kampf mit dem Teufel durchzustehen. Nach einigen Jahren als er c.a 20 Jahre alt war, traf er den Teufel, ein Teufel der Unkeuschheit, einen anderen Teufel, den des Zornes u.s.w... Die Teufel kamen und schlugen auf ihn ein, sie schlugen und schlugen. 
Er wurde zu Tode geschlagen. Die Leute kamen und sahen Antonius tot, sie nahmen seinen Körper um ihn zu beerdigen aber darauf hin erwachte er, denn er war zuvor nur in eine Art Koma gewesen. 
Er sagte: "Bringt mich dort hin zurück!" 
man solle ihn zurück bringen, denn er wollte den Kampf weiter fortsetzten.
Sie brachten ihn also zurück in die Höhle. Der Teufel fragte Antonius wieso er nicht dazu fähig war ihn zu zerstören, jetzt aber wollte Antonius den Kampf aufnehmen. Zum zweiten Mal schlug der Teufel auf ihn ein. Antonius hielt stand. Darauf hin schien ein Licht aus der Höhle in seine Höhle herab und er bekam Kraft so, dass der Teufel floh. Dann erschien Jesus unser Herr und sagte, Antonius habe gut gekämpft. Antonius fragte ihn, wo er gewesen sei als er zu kämpfen hatte und Christus antwortete: 
"Ich erprobte dich Antonius um zu sehen ob du den Satan bekämpfen würdest. Und du hast es getan, du hast männlich gekämpft. Sogar als Du vom Teufel geschlagen wurdest und dabei warst zu sterben, gleich als du wieder Leben erhalten hattest, bist du nicht vor dem Teufel geflohen sondern bist gerade aus, zum Kampf zurück gekehrt und bist nicht geflohen. Deshalb bin ich gekommen; um dir eine größere Kraft zu geben. Und als du am kämpfen warst mit dem Teufel, als du geschlagen wurdest, beobachtete ich dich und ich war mit dir, doch ich wollte sehen wie männlich du kämpfen würdest. "
So erhielt er vom Herrn Kraft!
Er hatte alles verlassen und war in die Wüste gegangen als er noch jung war und 85 Jahre lang, war er in der Wüste. Im alter von 20 Jahren war er in der Wüste und er starb mit 105 Jahren. Dieser schwere Kampf hatte er noch als er jung war. Als er mal sehr traurig aussah fragte man was er denn habe, was er gesehen habe und er antwortete:"Ich sah, dass eines Tages in der Zukunft, der Teufel auf den Altären sein wird!" Antonius bekämpfte (geistig) all die Teufel an so vielen Orten doch eines schaffte er nichter sah voraus, dass eines Tages die Teufel auf dem Altar kommen würden, und es geschah so wie er es in der Vision sah! 

Ein anderes Mal versuchte ihn der Teufel erneut zu bekämpfen und zeigte Antonius alle seine Jugendsünden. Und Antonius fragte: "Wieso zeigst du mir all die Sünden die mir vergeben wurden? Warum zeigst du mir all meine Sünden die ich abgewischt habe durch die hl. Beichte, und der Gnade eines veränderten Lebens?" Und der Teufel floh und Antonius erhielt Kraft! 
Er machte weiter mit der Buße und dem Gebet. 
Immer wenn Menschen attackiert wurden riefen sie Antonius Name aus und die Teufel flohen davon! Gott gab ihm die Gnade den Teufel zu bekämpfen und seine Handlungen zu verstehen. Es muss Gebete und Fasten geben, diese sind Waffen gegen den Teufel aber vor allem die Liebe zu Christus. 
Ein Herz, dass Christus liebt. 
Egal ob wir schwach sind und auf vielerlei Weise fallen,
wenn das Herz Christus liebt, verjagt es den Teufel! 
Als es bei einem Treffen mit Antonius einen Berg hinter ihm gab der explodierte, wandte er sich nicht um, er ignorierte es!
Er wusste, dass es der Teufel war und schenkte ihm keine Aufmerksamkeit. 
Antonius sah die Teufel sich dem Altar nähern, dass dies eines Tages geschehen würde sah er voraus, und somit sah er die `Neue Messe´...
Viele Seelen sind gerettet durch den Aufruf des Namens Antonius! 
Er ist einer der größten Heiligen der Kirche. Der ursprüngliche Antonius. Antonius der Große! Antonius von Padua entschied sich für diesen Namen. 
Antonius heißt: Halte an! 
Antonius schaute zum Höchsten hinauf und als er als Junge hörte er solle alles verlassen und Christus folgen tat er es. Er verließ alles und folgte Christus und deswegen griff ihn der Satan an. Wir sollen das selbe tun und seinem Beispiel folgen! Beiden: den zwei Hl. Antoniusse folgen und Gott wird uns die Gnade schenken den Teufel zu bekämpfen, ihn zu besiegen! 
Gott segne Euch alle, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes".



ANBETUNG UND MEDIATATION


WORTE JESU ZUR TÄGLICHEN MEDITATION















Wilhelm von St.Thierry schrieb den Kartäusernmönchen im "Goldenen Brief":
Wenn Du die Heilige Messe besuchen willst und die Hl. Kommunion empfangen willst aber nicht kannst, so ziehe Dich in Deine Zelle zurück und betrachte die Passion Christi.
Jedes Mal, dass Du Seine Leiden und Sein Sterben am Kreuz betrachtest, isst Du sein Leib und trinkst Du sein Blut.
Betrachten und Meditieren wir täglich die Passion unseres Herrn und auf geistige Weise wohnen wir einer Heiligen Messe bei.
Die heilige Substanz (Wilhelm von St. Thierry bezeichnet es so) kommt uns besuchen und sie erreicht uns. Während andere stattdessen, weil sie im Geiste nicht die Passion betrachten, nicht so leicht an die Substanz kommen und andere in Todsünde sich das Gericht essen anstatt die Substanz der heiligen Hostie aufzunehmen, empfangen wir (wenn auch in geistiger Weise und doch real) unseren Herrn, wenn wir mit zerknirschtem Herzen an die Leiden Jesu denken und an sein Sterben am Kreuze und sein Sterben in jeder heiligen Messe. Wir essen sein Fleisch und trinken sein Blut!
So lebten früher viele Mönche und Gläubige die nicht so oft der heiligen Messe beiwohnen konnten. Man bedenke, der Hl. Franziskus empfing die heilige Kommunion 1 Mal im Jahr und die Hl. Klara von Assisi schrieb in ihrer Ordensregel (übrigens die erste Regel die von einer Frau verfasst und von der Kirche anerkannt wurde), dass sie und ihre Schwestern 7 Mal im Jahr die heilige Kommunion empfangen sollten. 
Und 7 Mal im Jahr zur heiligen Kommunion zu dürfen war zu der Zeit viel!
Bleiben wir also Stark, auch wenn wir es nicht schaffen zur tridentinischen Messe zu kommen, auch wenn wir keine Priester und keine Kirche finden, auch wenn wir leiden und uns nach Christus im heiligen Messopfer sehnen, ja es tut weh, es tut sehr weh aber bleiben wir stark und voll der Hoffnung. UNSER HERR IST UNS NAHE, IM LEIDEN UM SO MEHR!
Sr.Benedicta Maria

    Luisa Piccarreta Msystikerin
  •  folgenden Videos sind eine Hilfe zur Meditation der Hl. Leiden und Wunden Jesu. Sie beinhalten die Offenbarungen der Leiden Jesu unseres Herrn an Luisa Piccarreta, wie auch ihre Worte und ihr Gebet dem wir uns anschließen.

MEDITATION
SEIN FLEISCH UND SEIN BLUT!





Haben wir Mitleid mit Christus der noch heute leidet!
Es ist sein mystischer Leib auf Erden; die Heilige Kirche die leidet. 
Wenn ein Glied leidet, leiden alle mit.
Tragen wir einander, vergeben wir einander, beten wir für einander, 
segnen wir einander, stärken und helfen wir einander und wir helfen Christus 
das Kreuz tragen so, dass er unter der Kreuzeslasst nicht 
zusammenbricht und stirbt sondern voranschreitet erneut sein: 
"Es ist Vollbracht" zu sprechen, 
dieses Mal auf mystische Weise und auf dem Altar in der heiligen Messe 
stirbt um uns zu erlösen und um sich uns aus Priesterhand zur Nahrung zu geben.
Manna des Himmels.
Leben der Seele!
Oh Heilige Hostie, Du bist unsere Rettung und die Rettung der ganzen Welt.
Sr.Benedicta



Um die 24 Stunden der Passion Jesu Christi zu meditieren gibt es kein schöneres Buch als ein Kruzifix und darauf Jesus Christus zu betrachten. Das zweit schönste Buch ist 
"Stundenuhr des Leidens unseres Herrn Jesus Christus" von Luisa Piccarreta.
Die Videos auf dieser Seite beinhalten einige dieser Stunden die Luisa auf Wunsch ihres geistlichen Leiters auf Papier festgehalten hat und im, Salvator Mundi Verlag (A-3292 Gaming) 
bzw. Mediatrix-Verlag (A-3423 St. Andrä-Wördern) erhältlich sind.
Wenn man sich das Buch der Leiden Christi besorgen möchte, ist darauf zu achten, dass; es Band II ist.
BAND II:  Stundenuhr des Leidens unseres Herrn Jesus Christus (Neuauflage 2004) ISBN 3 85353 034 6
Siehe auch: http://www.dergöttlichewille.de/Buecher :
`Die Stundenuhr des Leidens unseres Herrn Jesu Christi'
enthält als II.Band der Abhandlungen vom 'Reich des göttlichen Willens' die Passionsschauungen der Einsiedler-Seele, die ihr zumeist in gehobenem, das heißt, in ekstatischem Zustand vorgestellt worden sind. Sie schaut die ganze Leidensgeschichte in allen ihren Einzelheiten, sieht den König der Könige in seiner tiefsten Erniedrigung und seinem höchsten Schmerz. Lehrt der erste Band vom Reich des göttlichen Willens, wie man im Willen Gottes nach dem Beispiel des göttlichen Meisters leben kann, so lehrt uns der zweite, wie man nach seinem Beispiel im Willen Gottes leiden soll. 
Im heiligen Willen Gottes leben ist gründliche Tugend, 
im Willen Gottes leiden ist vollkommene, heroische Tugend! Autor: Luisa Piccarreta      Seiten: 240   ISBN: 9783853530344 Verlag: Salvator Mundi  Quelle: dergöttlichewille.de                   Webseite:www.katholischer-shop.at




Ein anderer Mönchsvater

Wilhelm von St.THIERRY

Wilhelm von Saint-Thierry

Wilhelm von Saint-Thierry wurde um 1080 in einer adligen Familie in Lüttich geboren, er studierte bei den damals dort lehrenden Theologen Anselm von Canterbury und Petrus Abaelardus. 
1121 wurde er zum Abt der bei Reims gelegenen Benediktinerabtei Saint-Thierry gewählt. Hier entstanden seine Schriften Über die Gottesschau, Über die Natur und Würde der Liebe und die Meditationen. 
1135 ging er als Novize in das Zisterzienserkloster Signy in den Ardennen, wo er noch 13 Jahre als Mönch lebte und zahlreiche theologische Werke verfaßte.


Papst erklärt mystagogischen Liebesweg nach 

Wilhelm von Saint-Thierry

„Gott, du hast uns zuerst geliebt, damit wir dich lieben“

 


ROM, 2. Dezember 2009 (ZENIT.org).- „Unser Herz, liebe Freunde, ist im Grund aus Fleisch gemacht, und wenn wir Gott lieben, der die Liebe an sich ist: Wie sollten wir da nicht in dieser Beziehung mit dem Herrn auch unsere menschlichsten Gefühle wie Zärtlichkeit, Empfindsamkeit und Milde zum Ausdruck bringen?“,
erklärte Papst Benedikt XVI. heute in seiner Katechese während der Generalaudienz.
Wir veröffentlichen die vollständige Ansprache in einer eigenen Übersetzung.

* * *
Wilhelm von Saint-Thierry (Guillelmus de Sancto Theodorico) 
(* um 1075/1080 in Lüttich; † wahrscheinlich 8. September 1148 in Signy)

Liebe Brüder und Schwestern!
In einer vorangegangenen Katechese habe ich die Gestalt des heiligen Bernhards von Clairvaux vorgestellt, des „Doktors der Süße“, einer der großen Mitgestalter des 12. Jahrhunderts. Sein Biograf und Freund, der ihm große Wertschätzung entgegenbrachte, war Wilhelm von Saint-Thierry, mit dem ich mich in meinen Überlegungen am heutigen Vormittag beschäftigen werde.
Wilhelm wurde zwischen 1075 und 1080 in Lüttich geboren. Er stammte aus einer adeligen Familie, war mit einer lebhaften Intelligenz und einer angeborenen Liebe zum Studium begabt. Er besuchte so berühmte Schulen seiner Zeit, wie jene seiner Geburtsstadt und in Reims in Frankreich.
Er trat auch in persönlichen Kontakt mit Abaelard, dem Lehrer, der die Philosophie auf derart originelle Weise in der Theologie anwandte, dass viele Bedenken und Widerstände erregt wurden. Auch Wilhelm brachte seine Vorbehalte zum Ausdruck und forderte seinen Freund Bernhard auf, gegenüber Abaelard Stellung zu beziehen.
Als Antwort auf jenen geheimnisvollen und unwiderstehlichen Aufruf Gottes, den die Berufung zum Ordensleben darstellt, trat Wilhelm 1113 in das Benediktinerkloster von Saint-Nicaise in Reims ein. Einige Jahre später wurde er Abt des Klosters von Saint-Thierry im Bistum Reims.
In jener Zeit war das Bedürfnis nach einer Reinigung und Erneuerung des klösterlichen Lebens sehr verbreitet. Man wollte es in echter Weise, dem Evangelium entsprechend umgestalten.
In diesem Sinn wirkte Wilhelm innerhalb seines Klosters und auch innerhalb des Benediktinerordens. 
Angesichts seiner Reformversuche regten sich nicht wenige Widerstände. Deshalb verließ er, gegen den Rat seines Freundes Bernhard, 1135 seine Benediktinerabtei. Er legte den schwarzen Habit ab und zog einen weißen über, weil er sich den Zisterziensern von Signy angeschlossen hatte.
Von diesem Augenblick an bis zu seinem Tod, der ihn 1148 ereilte, widmete er sich seiner tiefste Sehnsucht: der betenden Kontemplation der Geheimnisse Gottes sowie der Abfassung wichtiger Schriften geistlicher Literatur, die in der Geschichte der monastischen Theologie ihren Rang haben.
Eines seiner ersten Werke trägt den Titel „De natura et diginitate amoris“ (Über das Wesen und die Würde der Liebe). In ihm wird eine der Grundideen Wilhelms erklärt, die auch für uns gilt: Die Hauptkraft, die die Seele des Menschen bewegt, ist die Liebe.
Die menschliche Natur besteht in ihrem tiefsten Wesen im Lieben. Letztlich ist dies einem jeden Menschen als seine Hauptaufgabe anvertraut: Jeder muss lernen, andere gern zu haben, also aufrichtig, echt und unentgeltlich zu lieben.
Aber nur in der Schule Gottes lernt der Mensch diese Aufgabe zu erfüllen und jenes Ziel zu erreichen, für das er geschaffen ist.
Wilhelm schreibt dazu: „Die Kunst der Künste ist die Kunst der Liebe... Die Liebe wird vom Schöpfer der Natur geweckt. Die Liebe ist eine Kraft der Seele, das wie ein natürliches Pendel den Ort und das Ziel auslotet, das ihr zu eigen ist“ (Über das Wesen und die Würde der Liebe 1, PL 184,379).
Das Erlernen des Liebens erfordert einen langen und anspruchsvollen Weg, den Wilhelm in vier, den Altersstufen des Menschen entsprechende Etappen aufgliedert: in die Kindheit, die Jugend, die Reife und das Alter.
Auf diesem Weg muss der Mensch eine wirksame Askese einhalten, sich eine starke Selbstbeherrschung auferlegen und sein Leben mit Gott vereinen, der Quelle, Ziel und Kraft der Liebe ist. Dies dient dazu, jeden ungeordneten Affekt, jegliches Nachgeben gegenüber seinem Ego abzulegen, bis er zum Gipfel des geistlichen Lebens gelangt, den Wilhelm als „Weisheit“ definiert.
Am Schluss dieses Wegs der Askese kommt man in die Erfahrung einer großen Ruhe und Süße. Alle Fähigkeiten des Menschen – Verstand, Wille, Affekte – ruhen in Gott, der in Christus erkannt und geliebt wird.
Auch in anderen Werken spricht Wilhelm von dieser radikalen Berufung zur Gottesliebe. 
Sie ist das Geheimnis eines gelungenen und glücklichen Lebens. Sie beschreibt als eine unaufhörliche und wachsende Sehnsucht, die Gott selbst im Herzen des Menschen entzündet.
In einer Betrachtung sagt er, dass der Gegenstand dieser Liebe „die“ Liebe schlechthin sei, das heißt Gott. Er ist es, der sich in das Herz dessen ergießt, der liebt, und ihn fähig macht, ihn zu empfangen. Er schenkt sich in Fülle, auf eine Weise, dass das Verlangen nach dieser Fülle niemals abnimmt. Diese Triebkraft der Liebe ist die Erfüllung des Menschen (De contemplando Deo 6f. SC 61bis, S. 79-83).
Beeindruckend ist die Tatsache, dass Wilhelm in seiner Rede über die Gottesliebe gerade der affektiven Dimension eine bemerkenswerte Bedeutung zuweist. Unser Herz, liebe Freunde, ist im Grund aus Fleisch gemacht, und wenn wir Gott lieben, der die Liebe an sich ist: Wie sollten wir da nicht in dieser Beziehung mit dem Herrn auch unsere menschlichsten Gefühle wie Zärtlichkeit, Empfindsamkeit und Milde zum Ausdruck bringen? Indem der Herr selbst Mensch geworden ist, wollte er uns mit einem Herzen aus Fleisch lieben!
Nach Wilhelm besitzt die Liebe zudem eine weitere wichtige Eigenschaft: Sie erleuchtet die Vernunft und gestattet es, Gott – und in Gott die Menschen und Ereignisse – besser und tiefer zu erkennen.
Die Erkenntnis, die sich über die Sinne und die Vernunft vollzieht, verringert den Abstand zwischen dem Subjekt und dem Objekt, zwischen dem Ich und dem Du, beseitigt ihn jedoch nicht.
Die Liebe hingegen bringt Anziehung und Gemeinschaft hervor, dies bis zu dem Punkt, dass es zu einer Verwandlung und einer Angleichung zwischen dem liebenden Subjekt und dem geliebten Gegenstand kommt.
Diese Gegenseitigkeit von Zuneigung und Sympathie erlaubt dann eine viel tiefere Erkenntnis als jene, die allein durch die Vernunft zustande kommt. So erklärt sich ein berühmtes Wort des Wilhelm: 
„Amor ipse intellectus est – bereits an sich ist die Liebe Erkenntnis, ein Prinzip der Erkenntnis“. 
Liebe Freunde, trifft dies nicht gerade für unser Leben zu? Ist es vielleicht nicht wahr, dass wir wirklich nur den und das kennen, wen und was wir lieben? Ohne eine gewisse Sympathie erkennt man nichts und niemanden. Und dies gilt vor allem für die Erkenntnis Gottes und seiner Geheimnisse, die das Fassungsvermögen unserer Vernunft übersteigen: Gott erkennt man, wenn man ihn liebt!
Eine Synthese des Denkens Wilhelms von Saint-Thierry ist in einem langen, an die Karthäuser von Mont-Dieu gerichteten Brief enthalten, die er besucht hatte und ermutigen und trösten wollte. Der gelehrte Benediktiner Jean Mabillon gab diesem Brief bereits 1690 einen bezeichnenden Titel: „Epistula aurea“ (Goldener Brief).
In der Tat sind die in ihm enthaltenen Lehren zum geistlichen Leben für all jene kostbar, die in der Gemeinschaft mit Gott, in der Heiligkeit wachsen wollen. In dieser Abhandlung schlägt Wilhelm einen Weg in drei Etappen vor: Vom Menschen als „animal“ geht es zum homo-„rationalis“, um zum homo-„spiritualis“ anzugelangen. Was will unser Autor mit diesen drei Ausdrücken sagen?
Zu Beginn nimmt ein Mensch die Sicht des vom Glauben inspirierten Lebens in einem Akt des Gehorsams und des Vertrauens an. 
Über einen Prozess der Verinnerlichung, bei dem die Vernunft und der Wille eine große Rolle spielen, wird der Glaube an Christus dann mit großer Überzeugung angenommen, und der Mensch macht die Erfahrung einer harmonischen Entsprechung zwischen dem, was er glaubt und hofft, und den geheimsten Sehsüchten der Seele, unserer Vernunft, unserer Affekte.
So gelangt man zur Vollkommenheit des geistlichen Lebens, da die Wirklichkeiten des Glaubens Quelle inniger Freude und wirklicher und zufriedenstellender Gemeinschaft mit Gott sind.
Man lebt allein in der Liebe und für die Liebe.
Wilhelm gründet diesen Weg auf einer gefestigten Sicht des Menschen, die von den alten griechischen Kirchenvätern und dabei vor allem von Origenes inspiriert wurde und mit einer kühnen Sprache gelehrt hatte, dass die Berufung des Menschen darin besteht, wie Gott zu werden, der ihn nach seinem Bild und Gleichnis geschaffen hat.
Das im Menschen gegenwärtige Bild Gottes drängt ihn zur Ähnlichkeit, das heißt zu einer immer volleren Identität zwischen seinem Willen und dem Willen Gottes. 
Diese Vollkommenheit, die Wilhelm „Einheit des Geistes“ nennt, wird nicht durch eine persönliche Anstrengung gewonnen, sondern es bedarf etwas anderem: 
Sie wird durch das Wirken des Heiligen Geistes erreicht, der seine Wohnstatt in der Seele nimmt und jeden im Menschen gegenwärtigen Schwung der Liebe und jeden Wunsch nach ihr reinigt, aufsaugt und sie in Nächstenliebe verwandelt.
„Es gibt dann eine weitere Ähnlichkeit mit Gott“, so lesen wir im „Goldenen Brief“, „die nicht mehr Ähnlichkeit, sondern Einheit des Geistes genannt wird, wenn ein Mensch eins wird mit Gott, ein Geist, nicht nur durch die Einheit eines identischen Wollens, sondern dadurch, dass er nicht imstande ist, anderes zu wollen. Auf diese Weise verdient es der Mensch, nicht Gott zu werden, sondern das, was Gott ist: Der Mensch wird durch Gnade das, was Gott von Natur her ist“ (Epistula aurea 262-263, SC 223, S. 353-355).
Liebe Brüder und Schwestern, 
dieser Schriftsteller, den wir als den „Sänger der Liebe, der Nächstenliebe“ bezeichnen könnten, lehrt uns, in unserem Leben die Grundentscheidung zu treffen, die allen anderen Entscheidungen Sinn und Wert verleiht: 
Gott zu lieben und durch seine Liebe unseren Nächsten zu lieben; nur so werden wir der wahren Freude begegnen können, Vorwegnahme der ewigen Seligkeit. Begeben wir uns also in die Schule der Heiligen, um zu lernen, echt und ganz zu lieben, um diesen Weg unseres Seins zu betreten. Gerade zusammen mit einer jungen Heiligen und Kirchenlehrerin, der heiligen Therese vom Kinde Jesu, wollen auch wir dem Herrn sagen, dass wir von Liebe leben wollen:
„Ach, du weißt es, göttlicher Jesus, ich liebe dich. Der Geist der Liebe entflamme mich mit seinem Feuer! Indem ich dich liebe, ziehe ich den Vater an; mein schwaches Herz bewahrt ihn für immer. O Dreifaltigkeit, du bist die Gefangene
meiner Liebe! Aus Liebe leben, das heißt, geben ohne Maß, ohne hienieden Lohn zu beanspruchen. Ach, ohne zu zählen, gebe ich und bin sicher, dass man nicht rechnet, solange man liebt! Dem göttlichen Herzen, das von Zärtlichkeit überströmt, habe ich alles geschenkt! Ich eile unbeschwert. Ich habe nichts mehr als meinen einzigen Reichtum: Leben aus Liebe“.
[Für die deutsche Zusammenfassung der Katechese bediente sich der Heilige Vater des folgenden Manuskriptes:]
Wilhelm von Saint-Thierry, über den ich heute kurz sprechen möchte, zählt wie sein Freund Bernhard von Clairvaux zu den bedeutenden Vertretern der Mönchstheologie und Mystik im 12. Jahrhundert. Er wurde um 1075 bei Lüttich im heutigen Belgien geboren, trat in den Benediktinerorden ein und wurde Abt des Klosters von Saint-Thierry in der Nähe von Reims in Frankreich. Aufgrund von Widerständen gegen seine Bemühungen um eine Erneuerung des monastischen Lebens wurde er schließlich Zisterzienser und verbrachte seine letzten Lebensjahre als einfacher Mönch in der Abtei Signy, wo er 1148 gestorben ist. Nach einem grundlegenden Gedanken im theologischen und geistlichen Werk Wilhelms besteht die menschliche Natur ihrem innersten Wesen nach im Lieben. Der Mensch ist dazu berufen zu lieben und sein Leben mit Gott, dem Urgrund, dem Ziel und der Kraft der Liebe, zu vereinen. Gott, der uns geschaffen und uns zuerst geliebt hat, will, dass wir ihn lieben. In dieser Berufung der Liebe zu Gott besteht das Geheimnis eines gelungenen und glücklichen Lebens. Zum anderen erleuchtet die Liebe die Erkenntnis des Menschen; sie macht es ihm möglich, Gott besser und tiefer zu erkennen. Die Liebe selbst ist Erkenntnis, so sagt er: 
„Amor ipse intellectus est“. 
Und wo gar nicht geliebt wird, wird auch nicht wirklich erkannt. Liebe überwindet die Distanz zwischen dem Liebenden und dem Geliebten, macht beide einander ähnlich und schafft Gemeinschaft. Gott wird erkannt, wenn man ihn liebt. Dieser Weg der Erfahrung Gottes im Glauben und in der Liebe führt zu einer immer engeren Gemeinschaft und Übereinstimmung unseres Willens mit dem Willen Gottes. 
Diese Einigung ist letztendlich Werk des Heiligen Geistes, für den wir uns öffnen und der uns sozusagen in die Höhe zieht und es möglich macht, dass wir, wie Wilhelm sagt, durch Gnade das werden, was Gott von Natur her ist.
[Die deutschsprachigen Pilger begrüßte der Papst mit folgenden Worten:]
Einen frohen Gruß richte ich an alle Gäste deutscher Sprache, besonders an die Pilger der Schönstattbewegung. In der Schule der Heiligen lernen wir, ganz und echt zu lieben. So können wir mit Wilhelm von Saint-Thierry beten: Gott, du hast uns zuerst geliebt, damit wir dich lieben, … weil wir nicht sein können, wozu du uns geschaffen hast, ohne dass wir dich lieben (vgl. De contemplando Deo, 10). Der Herr schenke euch seinen Geist und seine Liebe.
[ZENIT-Übersetzung des italienischen Originals; © Copyright 2009 – Libreria Editrice Vaticana]


Aufruf Jesu !

 

zum Eintritt in das Reich seines Göttlichen Willens  


An meine Kinder!



Ich komme zu euch mit einem Herzen, das sich überwältigt sieht von den Flammen der Liebe. Komme als Vater zu seinen vielgeliebten Kindern, bei ihnen zu verbleiben und mit ihnen ein gemeinschaftliches Leben zu führen, in dem nur ein Wille und eine Liebe wirksam sind. Komme mit der Gefolgschaft meiner Leiden, meines Blutes, meiner Werke und sogar meines Todes.  


Nun achtet auf meine Worte! Jeder Tropfen meines Blutes, jedes Leid, jede meiner Handlungen, jeder meiner Schritte wetteifern miteinander, euch meinen göttlichen Willen darzubieten, selbst mein Tod will euch die Auferstehung zum Leben in meinem Willen geben. Durch meine Menschheit habe ich alles vorbereitet, Gnaden, Beistand, Licht und Stärke für euch erlangt, um ein so großes Gut in Empfang zu nehmen. Von meiner Seite ist alles getan, nun erwarte ich, dass auch ihr euren Teil tut. Wer wird so undankbar sein, mich und das Gut, das ich mitbringe, nicht annehmen zu wollen?  

Wisst, meine Liebe ist so groß, dass ich über euer vergangenes Leben keine Rechenschaft fordere. Alle eure Verschuldungen, alles Böse, das ihr getan, will ich im Meere meiner Liebe begraben, im Feuer meiner Liebe verzehren lassen. So beginnen wir gemeinsam ein neues Leben, ganz in meinem Willen. Wer könnte so hartherzig sein, mir Widerstand zu leisten und meinen so väterlichen Besuch abzuweisen? Nehmt ihr mich auf, dann werde ich bei euch bleiben wie ein Vater inmitten seiner Kinder, für immer mit euch in einem Willen leben. O wie verlange, wie sehne ich mich danach, dass meine Kinder immer mit mir seien und von meinem Willen leben möchten!  


Seit beinahe zweitausend Jahren rufe ich nach meinen Kindern, möchte sie um mich haben, sie glücklich und heilig machen. Meine Liebe hat einen solchen Grad erreicht, dass sie mich übermannt und Qualen ausstehen, unter Seufzern und Leiden mich immer wieder ausrufen lässt: Kinder, meine Kinder, warum kommt ihr nicht zu eurem Vater? Warum geht ihr weg von ihm, um in Armut und Elend zu darben? Eure Übel sind Wunden für mein Herz und ich bin es müde, auf euch zu warten.

Da ich nun meine Liebe, die in mir wie Feuer brennt, nicht mehr meistern kann, suche ich euch auf und bringe euch das erhabene Geschenk meines Willens. Oh, ich bitte, ich beschwöre euch, ich flehe zu euch: hört auf mich und lasst euch durch meine Tränen und die Seufzer einer glühenden Sehnsucht zum Mitleid bewegen.  

Seht, mit diesem Büchlein komme ich nicht allein als Vater, sondern auch als Lehrer inmitten der Schüler. Wofern ihr mir Gehör schenkt, will ich euch überraschende Dinge lehren, himmlische Unterweisungen geben, die Licht spenden, das nie erlischt, Liebe, die stets zündet, göttliche Kraft, die nie erlahmt, unerschütterlichen Mut, der vor keinem Hindernis und keinem Opfer zurückschreckt und eine Heiligkeit, die stets zunimmt. Diese Güter werden auf Schritt und Tritt euch den Weg bahnen, der sicher zum himmlischen Vaterland führt.  

Beachtet überdies: Ich komme als König zu meinem Volke, nicht um Steuern und Abgaben zu fordern, nein, vielmehr, dass ihr mir euren Eigenwillen, euer Elend, eure Schwächen, alle eure Übel abtretet. Meine Hoheit beansprucht nur das, was euch quält, unglücklich und ruhelos macht, um alles in den Feuerofen meiner Liebe zu werfen und dort in Flammen aufgehen zu lassen. Ich meinerseits werde euch wie ein wohltätiger, friedliebender und großmütiger König als Gegengabe meinen Willen, die Zärtlichkeit meiner Liebe, meine Reichtümer, meine Glückseligkeit mit ihrem Frieden und die reinsten Freuden schenken.  Gebt ihr mir euren Willen hin, dann werdet ihr vollauf glücklich sein und auch ich. Darum habe ich kein anderes Sehnen, als dass mein Wille unter euch das Szepter führe.  


Himmel und Erde lächeln euch zu, meine gebenedeite Mutter wird auch euch Mutter und Königin sein. Da sie wohl das hohe Gut kennt, das euch das Reich meines göttlichen Willens gewährt und euch als ihre wahren Kinder liebt, so ist sie, um meine glühende Sehnsucht zu stillen und euch glücklich zu machen, ganz Eifer, die Völker und Nationen vorzubereiten und zu befähigen, die Herrschaft des Reiches meines göttlichen Willens willkommen zu heißen.  

Ihr, welche die Völker vorbereitete (1), dass deren Erwartung und Sehnsucht mich vom Himmel auf die Erde herabsteigen ließ, ist von mir auch jetzt die hohe und heilige Aufgabe beschieden, kraft ihrer mütterlichen Liebe die Völker in Bereitschaft zu setzen, ein so erhabenes Gut entgegen zu nehmen. (2)  

So hört mich an, meine Kinder! Lest aufmerksam und mit voller Hingabe Seite für Seite dieses Büchleins (3), und ihr werdet das Bedürfnis empfinden, in meinem Willen zu leben. Ich stelle mich an eure Seite, wenn ihr lest, werde euren Geist erleuchten, euer Herz rühren, damit ihr die Kostbarkeit der Gabe, die euch meine glühende Liebe anbietet, begreift, den heldenmütigen und feierlichen Entschluss fasst, zu mir zu kommen und mit mir zu leben in der Heiligkeit meines göttlichen Willens.

____

1 Mit der Erwartung des verheißenen Erlösers ging die Erwartung seiner Mutter, jenes Weibes, das der höllischen Schlange den Kopf zertreten sollte, Hand in Hand. Erst musste die Mutter erscheinen,bevor ihr göttlicher Sohn kam. Flehten die Gerechten des Alten Bundes um die Ankunft der einen wie des anderen, so hat Maria indirekt die Völker auf die Ankunft des Messias vorbereitet, die Erwartung und Sehnsucht nach ihm gesteigert. Sie war die Morgenröte, welche die aufgehende Sonne der Gerechtigkeit ankündigte.
2 Das Reich des göttlichen Willens
3 Derselbe Bescheid gilt auch für die anderen Büchlein, die nachfolgen werden.
MEHR DAZU: http://www.dergöttlichewille.de/Aufruf-Jesu

Der Herr über die Schöpfung und sein Drittes FIAT!






IMITATION OF CHRIST!







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