APOPHTHEMATA UND DAS HERZENSGEBET!

                   <Das Herzensgebet


In diesen zwei Videos finden Sie einige der Apophthegmen der Wüstenväter. Schauen Sie rein.
Die Apophthegmata Patrum (GerontikonAlphabetikon) sind eine Sammlung von kurzen Redewendungen, die angeblich von den ersten christlichen MönchenÄgyptens, den so genannten Wüstenvätern, stammen sollen. Die meisten Sprüche werden Mönchen des 4. und 5. Jahrhunderts zugeordnet, z. B. PoimenMakariusoder Antonius.
Die Sammlung entstand spätestens am Ende des 5. Jahrhunderts. Durch die Schrift Unterredungen mit den Vätern des Johannes Cassianus war sie bereits Benedikt(um 480–547) bekannt. --- Quelle: wikipedia.org
Gib Blut und empfange Geist
Aus Aphothegmata Patrum






Das Herzensgebet!


"Wenn dein Herz wandert oder leidet, 
bring es behutsam an seinen Platz zurück 
und versetze es sanft in die Gegenwart deines Gottes. 
Und selbst, wenn du nichts getan hast in deinem ganzen Leben 
außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart 
unseres Gottes zu versetzen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, 
nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hast du dein Leben wohl erfüllt."
Franz von Sales

Mit dem Gebet des Herzens ist uns ein großer Schatz in die Hände gelegt. Es ist einfach, leicht zugänglich und eröffnet uns tiefste Einblicke in unser wahres Wesen. Diese Form des Betens kann uns eine Erfahrung schenken, die uns von Grund auf verwandelt und unser Dasein für die Gegenwart des Göttlichen öffnet. Wir können uns mit dem Unerlösten in uns versöhnen und gewinnen vollkommen neue Einsichten. Wir betrachten uns, unseren Nächsten und Gott aus einer neuen Perspektive und erspüren unsere Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung. Im Erkennen dieser Zusammenhänge senkt sich der Himmel auf die Erde und vereinigt sich in uns zu einem neuen Menschen. Das Herzensgebet ist ein Weg der Wandlung im Tiefsten und Innersten, eine wahrhaft umfassende Metanoia.
"Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner!"
"Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner!"
"Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner, der ich ein Sünder bin!"
"Herr Jesus Christus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!"
Gehören zu den Sätzen die sich unsere Väter aussuchte und die zum Herzensgebet wurden.
Die frühen Mönche beteten es und dabei achteten sie auf ihr Atem. Von der Praxis her, ähnelte es sehr, der Atemübung der buddhistischen Mönche, dabei hatte es weder etwas mit Buddha zu tun noch mit einem anderen heidnischen Glauben. Die körperliche Haltung der Anachoreten war stehend oder sitzend, gesammelt, aber nicht verkrampft (Gebetshocker, Stuhl, Boden, Kirchenbank), manche hoben dabei die Arme. Wichtig ist, sich der Gebetshaltung bewusst zu sein und diese ehrfurchtsvoll einzunehmen. Sie waren sich bewusst, dass Christus dem Menschen näher ist, als wir uns selbst! Sie atmeten langsam und tief ein, dabei sprachen sie zu Christus. 
Sie sagten dabei in Gedanken: "Herr Jesus Christus", durch diese Worte und die tiefe Atmung, betraten sie die Zelle des eigenen Herzens, wo sie Christus umarmten und innerer Friede setzte sich ein. 
Beim langsamen Ausatmen sprachen sie: "Erbarme dich meiner".

Die Macht des Namens 
Der Apostel Paulus sagt im Neuen Testament: «Nicht ich lebe, sondern Christus lebt in mir.» (Galater 2,20) Die Macht des Namens spielt in der Herzensgebetstradition eine große Rolle. Dem Namen Christus, welcher der Titel für die Menschwerdung Gottes ist, wird eine ungeheure Macht zugesprochen. Der Name führt direkt in die Einheit. «Ich und der Vater sind eins» (Johannes 10,30) sagt Jesus von sich als der Christus. Im Anrufen seines Namens, können wir uns mit der Heiligsten Dreifaltigkeit: Gott, dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist verbinden. Dadurch erfahren wir in uns eine schrittweise Umwandlung, die uns unserer eigentlichen Bestimmung immer näher bringt. Eine Stunde mit diesem Herzensgebet verbracht; der Aufrufung des Namens Jesu; diese Meditationszeit wird zu einer Gnadenstunde. Die Macht und Stärke des göttlichen Namens wird durch das unablässige Anrufen wahrhaftig und lebendig erfahren und weitergegeben. 
Wenn wir den Namen eines Menschen anrufen, dann bedeutet dies, seine Person wirksam zu vergegenwärtigen. Wenn wir den Namen Jesus Christus anrufen,
verbinden wir uns mit diesem König der Könige, dem Erlöser und seiner heilenden Kraftquelle. Das Jesusgebet ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen jede Versuchungen, vorallem die des Ichs. Es ist Schutz gegen die Einflüsterungen des Teufels und die Angriffe eines zerstörerisch wirkenden Egos.

Die Namensanrufung verbindet uns mit dem Herzen Jesu und das wahre Leben selbst. Unser Herr will, dass wir nie aufhören zu beten und das Herzensgebet verhilft uns dabei, seinem Rat zu folgen. Er sagt uns im Johannesevangelium: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben»! Er ist der Weg. Er ist das Herzensgebet und dieser ist der Weg zum Vater. Dieser ist der Weg nach Hause.

Und wie nach einer langen Reise, kehren wir durch das Herzensgebet, nach Hause zurück, wo uns unser Vater und unsere Mutter erwarten. Wenn wir uns darin üben dieses innere Gebet des Herzens nicht zu unterbrechen, erkennen wir, wie uns Christus auf dem Weg nach Hause, auf den Händen getragen hat.
Das Herzensgebet unterscheidet sich von der nicht-gegenständlichen (bildlosen) und wortlosen Meditation, die die Menschen anweist, sich leer zu machen, damit Gott in einem wohnen kann. Leer von oberflächlichen Beschäftigungen, leer von Gedanken, leer sogar von Erwartungen an Gott oder von Gottesvorstellungen. 
Das Herzensgebet unterscheidet sich auch von der gegenständlichen (bildhaften) Meditation, die einen Text, ein Bild, ein Symbol oder das eigene Leben zum Inhalt hat. Zu dieser Art von Meditation gehört z.B. auch die ignatianische Schriftmeditation. 
Das Herzensgebet hat zum Ziel, von einem Wort oder einem Gebetssatz - wie z.B. nur: „Jesus!“ oder: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner!“ 
oder aber auch einem Vers aus den Psalmen - ganz erfüllt zu werden. 
Es ist eine nicht-gegenständliche, worthafte Meditation. Diese Übung zielt darauf ab, unaufhörlich zu werden, d.h. sich über den ganzen Tag hin zu verbreiten, auch wenn wir bei den alltäglichsten Verrichtungen sind. Kein Augenblick unseres Lebens soll ausgespart werden! Deshalb nennt man es auch: Herzensgebet.
Sie kann auch sehr gut mit den vielen alltäglichen Tätigkeiten verknüpft werden.
Nach genügend Übung muss man sich nicht mehr viel Anstrengen dabei, sondern es fängt an in uns zu beten! 
Unser Puls, das Klopfen unseres Herzens selbst, wird Gebet und wir hören in uns das Herzensgebet, verbunden mit dem Atem der dieses Gebet ermöglicht und dem Herzen den Weg nach Hause weist.
 „Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner!“ Diese Formel kann gekürzt werden. Wir können sagen: ‚‚Herr Jesus!’ oder sogar nur:Jesus!’, obwohl diese letzte Form weniger gebräuchlich ist. In Afrika gibt es auch die Form: "Danke Jesus" oder "Jesus, ich liebe Dich!" als Herzensgebet zu sagen. Andererseits kann man der Formel: "Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich meiner!" erweitern, indem man hinzufügt: ‚… über mich Sünder!’; und somit unterstreicht man den Aspekt der Reue.
Das Herzensgebet ist auf das Gebet des Zöllners zurück zu führen, der anders als der Pharisäer vor Gott trat: 
"Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: 
Gott, sei mir Sünder gnädig! Lukas 19, 13
Auch ist es auf das Gebet des Blinden Mannes zurückzuführen der Christus um Erbarmen bat mit den Worten: 
" Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!" Markus 10
Es ist jedem Beter freigestellt, durch persönliche Übung die bestimmte Gebetsform zu finden, die ihm hilft nach Hause zu kommen, zum Hafen der Ruhe und des Friedens. Was er aber dringend dazu braucht sind: Stille und Zeit. Zeit mit Gott allein zu sein. Bei der Übung selbst geht es um einen sehr behutsamen Anfang. Zu Beginn reichen zur Übung des Herzensgebet und Meditation zweimal täglich etwa 15  Minuten. Von diesen Zeiten aus, wird das Jesusgebet über den Tag verteilt, Segen und Frieden ausbreiten. Im idealfall nimmt man sich täglich 1 Stunde Zeit für das Herzensgebet und übt sich langsam darin, immer zu beten. Auch außerhalb dieser Zeit der Stille, im Alltag und Aktion. Wenn ich bete so achte ich auf meinen Atem und lasse in einem beständigen Fließen innerlich ruhig und sanft die Worte kommen: „Herr Jesus Christus (Sohn Gottes), erbarme Dich meiner“, wobei diese Worte sich bald von selbst auf das Ein- und Ausatmen verteilen. Diese Zeit ist heilig. Man sollte nicht den eigenen Gedanken folgen und man sollte weder eigenen Erinnerungen noch den Gefühlen folgen! Die ganze Aufmerksamkeit gilt Christus, sie gilt den Worten die man spricht und dem Atem. Loslassen sollte man was beunruhigt, aber auch das, was glücklich macht und sich ganz allein dem Willen Gottes und seinem Frieden schenken.
Zur Meditation des Herzensgebets empfehle ich das wertvolle Buch: Die kleine Philokalie! vom Patmos Verlag. Siehe Bild.



Und das Eingangstor des Heiligen Geistes ist unsere Sehnsucht!  











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