Die Doktrinelle Präambel wird nicht erwähnt...

Radio Vatikan berichtet

In der Internetpräsenz von Radio Vatikan erschien die Meldung, dass die Begegnung nicht am Sonntag erfolgt sei. Die Doktrinelle Präambel wird dabei nicht mehr erwähnt. 


Unabgeschlossenes, theologisches Denken einst und jetzt

Liest man die heutige Nachricht von Radio Vatikan, deutet sie wohl eher einen offeneren modus vivendi an, der Parallelen zur „Lösung” im sogenannten Gnadenstreit des 16. und des beginnenden 17. Jahrhunderts erkennen lässt...  [mehr] 
Damals standen sich Theologen des Jesuiten- und des Dominikanerordens über Fragen der Gnadenlehre, nämlich über das rechte Verhältnis von göttlicher Gnade und menschlicher Mitwirkung im Prozess der Rechtfertigung, gegnerisch gegenüber und bezichtigten sich gegenseitig, Häretiker zu sein.
1607 bestimmte Papst Paul V., dass jeder vorläufig seine theologische Position beibehalten und auch Argumente sammeln dürfe, um die Gegenseite zu widerlegen, dass es aber verboten sei, einander zu verketzern. Der Apostolische Stuhl werde, so hieß es damals, die Frage inhaltlich „demnächst” entscheiden. Bis heute hat kein Papst diese Frage entschieden. Eigentlich ist das ein schönes Beispiel, dass das von Papst Franziskus schon mehrfach geforderte „unabgeschlossene, theologische Denken” in der Kirche schon lange eine gutetablierte Tradition besitzt.

Gnadenstreit schon 2009 als Gedankenspiel aufgetaucht

Sollte es jetzt hier sozusagen zu einer Wiederholung einer solchen, gleichsam offenen Lösung kommen, ist es reizvoll, an ein interessantes und kaum bekanntes Detail aus dem Jahre 2009 zu erinnern. Damals, nachdem Benedikt XVI. im Januar gerade das Exkommunikationsdekret über die ursprünglich vier Weihbischöfe der Piusbruderschaft zurückgenommen hatte, fanden die Priesterweihen, die Fellay im Sommer in Zaitzkofen, auf dem Territorium der Diözese Regensburg, erteilte, gesteigertes Medieninteresse.
Zahlreich waren bei der Zeremonie Journalisten diverser Zeitungen, aus Funk und Fernsehen präsent und belagerten quasi die Feierlichkeiten mit Kameras und Mikrophonen. Anschließend wurden die Reporter zu einer Pressekonferenz eingeladen. Dabei durfte jeder Medienvertreter dem Bischof eine Frage stellen. Fast alle Fragen drehten sich nur um die unsäglichen Holocaustäußerungen seines Mitbruders Richard Williamson. Allerdings stellte der für die Wiener Zeitung anwesende Journalist eine Frage, die völlig aus diesem Rahmen fiel. Er thematisierte nämlich ausgerechnet den hier gerade skizzierten, historischen Gnadenstreit und fragte Weihbischof Fellay, ob nicht möglicherweise ein analoges Ergebnis die beste Lösung für die lehrmäßigen Disputationen über Vaticanum II zwischen Rom und der Bruderschaft sein könne. Nach einer anfänglichen Überraschung, nicht über Gaskammern oder Williamson befragt zu werden, 
bezeichnete der Generalobere damals diese Überlegung sinngemäß als sehr klug und interessant und bestätigte, dass eine solche Lösung tatsächlich denkbar sein könne.

Quelle: kathnews.de


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