DER HL.PAPST PIUS X.! GROßER PAPST & ANTIMODERNIST!


Im römischen Kalender (1955–1969) gedenken wir heute Papst Pius X.



St. Pius X. ora pro nobis e pro Ecclesiae!

Er war ein wahrer Custos-Sancto. Ein wahrer Bewahrer des Heiligsten.
Er beschützte und verteidigte den katholischen Glauben und die Kirche!
Die Kirche war seine Braut, sein Blut und sein Herz.
Er war ein Priester, ein Vater, ein Wächter, ein treuer Sohn, ein Diener 
und Hirte nach dem Herzen Gottes. Doch viele würden gerne die 
Erinnerung an ihn schwächen, ihn anders darstellen, denn manche 
mögen ihn nicht. Sie mögen ihn nicht, weil er durch und durch 
katholisch war! Weil er keine Kompromisse mit der modernen Welt 
und Weltsicht duldete und das mit Recht, um Christus die Treue zu 
halten und die eigene Seele und die der vielen, zu beschützen und
davor zu bewahren, verloren zu gehen!
Danke, Heiliger Vater!



"O Gott, um den katholischen Glauben zu schützen und alles zu erneuern in Christus, hast Du den heiligen Papst Pius mit himmlischer Weisheit und apostolischer Kraft erfüllt; gewähre in Gnaden, dass wir durch Treue gegen seine Weisungen und in der Nachahmung seines Beispiels ewigen Lohn erlangen. Durch unseren Herrn Jesus Christus ..."
(Kirchengebet am Fest des heiligen Papstes Pius X.)

Im Heiligenlexikon lesen wir:

Giuseppe Sarto kam als Sohn eines kleinen Fabrikbesitzers zur Welt in der Zeit, als diese Gegend zum Reich der Habsburger gehörte, weshalb er auch als der österreichische Papst bezeichnet wird. 

Als Kind war er ein lieber Junge und begeisterter Messdiener. Der Ortspfarrer sah die Begabung und den Fleiß des Jungen und verschaffte ihm einen Freiplatz im Seminar in Padua, wo er Gymnasium und Theologiestudium absolvierte und 1858 zum Priester geweiht wurde. Schon auf seiner ersten Stelle als Kaplan in Tombolo war er sehr gefordert, musste den kränklichen Pfarrer oft vertreten und war bald äußerst populär. 1867 wurde er Pfarrer von Salzano, wo er die Menschen durch sein offenes Wesen beeindruckte. Er bemühte sich um gesicherte Einkommen für die einfachen Menschen und half wo er konnte, denn er hatte ein Herz für Menschen in Not. Seine pfarrlichen und später bischöflichen Einkünfte gab er an die Armen weiter.
Giuseppe Sartos Geburtshaus in Riese Pio X,
heute als Museum mit der Originaleinrichtung zu besichtigen


1875 wurde Giuseppe Sarto gegen sein Wollen nach Treviso als Domherr, Kanzler und Spiritual des Priesterseminars berufen. 1884 erfolgte die Ernennung zum Bischof von MantuaDie Last ist zu schwer, sie übersteigt meine Kräfte und Fähigkeiten, meinte er und bat Rom vergeblich, von der Ernennung abzusehen. Die Erziehung des Klerus als der Grundlage der Diözese durch eine solide wissenschaftliche Ausbildung war ihm wichtig als Antwort auf die glaubensfeindlichen Zeitströmungen. Sie sollten wachsam gegen den katholischen Liberalismus sein, dessen Repräsentanten er als Wölfe im Schafspelz bezeichnete.


Giuseppe Sarto wurde 1893 zum Kardinal, drei Tage später zum Patriarchen von Venedig ernannt. Anliegen war ihm auch hier nichts anderes, als die Wahrheit schützen und verteidigen und Gutes tun, deshalb kümmerte er sich weiter um die Armen, gründete Sparkassen für Arbeiter und setzte sich für eine gerechte Entlohnung ein. Auch in diesen hohen Ämtern blieb der Bauernsohn ein Mann einfacher Gewohnheiten und eines bescheidenen Lebenswandels, den modernen Zeitströmungen abhold und misstrauisch gegenüber Neuerungen. Alle seine Wirkungsstätten lagen im Norden Italiens, Auslandsreisen unternahm er nicht. Auch auf eine tiefere theologische oder philosophische Bildung und das Erlernen von Fremdsprachen verzichtete der Patriarch, seinen Klerus leitete er mit starker Autorität
1903 wurde er schließlich als Papst gewählt. Unter Tränen soll er damals die Kardinäle gebeten haben, von seiner Wahl abzusehen, da er dem Amt nicht gewachsen sei; aber er nahm die Wahl schließlich doch an und wählte als Papstnamen Pius, um an seinen Vorvorgänger Pius IX. zu erinnern und sich so von seinem Vorgänger Leo XIII. abzusetzen, desssen Öffnung zur Moderne zu unvorsichtig gewesen sei. In seiner Antrittsenzyklika forderte er zum Widerspruch gegen die moderne Wissenschaft auf und mahnte zum Gehorsam der Gläubigen. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt gab er die Überarbeitung und Zusammenfassung des Kirchenrechts in Auftrag - eine längst überfällige Reform, die Pius X. nutzte, um das Unfehlbarkeitsdogma und die päpstlichen Befugnisse in anwendbares Kirchenrecht zu überführen.
Pius' Wappen
Pius' Wappen
Pius gilt als Reformer und wurde vor allem bekannt als Seelsorger, ein innerlicher und frommer Mann, einfach und verständlich in seiner Rede, der die Nähe einfacher Menschen suchte. Sein eigenes Bistum Rom sollte Vorbild sein für andere. Alles in Christus erneuern lautete sein Leitmotiv. Die Erneuerung des Gottesdienstes war ihm ein Anliegen, er setzte die gregorianischen Gesänge in der Liturgie wieder ein, stellte ein neues Brevier als Standard für die ganze Kirche auf, befürwortete eine frühe Erstkommunion schon im Alter von sieben Jahren und die regelmäßigen Eucharistiefeiern, förderte die Bildung seiner Priester, führte regelmäßig Visitationen durch und nutzte wo immer möglich die Gelegenheit, als Beichtvater den Menschen im Beichtstuhl nahe zu sein. Er rief auch die Laien zur Durchführung sozialer Aktionsprogramme unter Aufsicht der Kirche auf, womit er die römisch-katholische Aktionsbewegung vorwegnahm.
Pius X. mit der Tiara, der dreifachen Papstkrone, Foto von 1914
Pius X. mit der Tiara, der dreifachen Papstkrone, Foto von 1914 
Politisch und philosophisch war Pius X. sehr konservativ. In der EnzyklikaVehementer nosWir sind verzweifelt von 1906 lehnte er jeden Kompromiss mit dem Laizismus, dem französischen Modell der Trennung von Staat und Kirche, ab; darüber kam es 1905 zum Bruch mit Frankreich, später auch mit Spanien - das 1910 deshalb die diplomatischen Beziehungen zum Vatikan abbrach -, 1911 auch mit Portugal. Auch die Demokratie als Staatsform beurteilte er skeptisch, denn sie gefährde die Kirchenhierarchie. 1910 kam es zu Spannungen mit dem Deutschen Reich, weil Pius in der Enzyklika Editae saepeOft gesagt, - gewidmet Karl Borromäus anlässlich des 300. Jahrestages seiner Heiligsprechung - die Protestanten als falsche Prophetenbezeichnete, für die das Wort des Apostels Paulus von den Feinden Christi zutreffe, deren Gott der Bauch ist (Philipperbrief 3, 18 - 19). In den USA fiel ein liberaler Bischof in Ungnade, Pius weigerte sich, Präsident Roosevelt zu empfangen. In Südamerika vermittelte er dagegen erfolgreich in Grenzstreitigkeiten. Gemischtkonfessionelle christliche Gewerkschaften lehnte Pius ab, auch den Christdemokraten warf er vor, sich zu sehr um die materiellen Bedürfnisse der Arbeiterschaft zu kümmern und die Haltung der Kirche zu wenig zu berücksichtigen.
In seiner Enzyklika Pascendi dominici gregisGottes Herde zu weidenvon 1907 verurteilte Pius 65 modernistische Behauptungen und diemodernistische Bibelkritik als Häresie. Wissenschaftlicher Fortschritt könne nur im Lichte der katholischen Lehre und unter ihrer Führung angestrebt werden. Immer mehr Bücher kamen auf den Index verbotener Schriften und Theologie- und Philosophieprofessoren wurden immer schärfer überwacht, die Entwicklung der Theologie besonders der Exegese und alten Kirchengeschichte, wurde stark behindert, eine Art kirchliche Geheimpolizei aufgebaut. 1910 führte er den Antimodernisten-Eid ein, eine jährlich zu wiederholende Eidesformel aller katholischer Geistlichen, in der sie den in der Enzyklika benannten Irrtümern der Moderne abschwören mussten. Modernismus ist die Synthese und das Gift aller Häresien, er versucht, die Fundamente des Glaubens zu untergraben und das Christentum zu vernichten. 1967 wurde dieser Eid von Papst Paul VI. wieder abgeschafft.
Das Verhältnis zu Österreich und zu Italien konnte er normalisieren, letzteres war vor allem in der Furcht vor Sozialismus begründet, hatte aber auch eine realistische Einschätzung der Frage der Herrschaft über Rom als Grund. Viele seiner pastoralen Maßnahmen stärkten die Kirche. Pius X. hatte eine Seele, die alle rührte, die mit ihm zusammen lebten, schrieb ein Biograf. Wesentliche Verbesserungen setzte er in der Ausbildung des Klerus um, diekatholische Aktion stützte er vor allem in Italien. 1905 forderte er von allen Gläubigen per Dekret, häufiger die Heilige Kommunion zu empfangen. Bis dahin war es für das gemeine Kirchenvolk üblich, nur einmal jährlich während der Osterfeiertage die Eucharistie zu empfangen, die tägliche Kommunion war das Privileg von Ordensleuten und Priestern. Pius knüpfte den Sakramentsempfang nur an zwei Bedingungen: im Stand der Gnade zu sein und die rechte Absicht zu haben. 1910 setzte er das Mindestalter für die Erstkommunion von zwölf auf sieben Jahre herab und wurde so zum populären Papst der Kinderkommunion.
Der Krieg von 1914, den er schon Jahre zuvor vorausgesehen hatte, brach Pius schließlich das Herz: Ich spüre es, der Krieg ist mein Tod, schrieb er und starb gut drei Wochen nach dessen Beginn. Ich würde gerne mein Leben hingeben, wenn ich damit den Frieden Europas erkaufen könnte, sollen seine letzten Worte auf dem Sterbebett gewesen sein. Gleichwohl hatte er zuvor aus seiner Sympathie für den deutschen und besonders den österreichischen Kaiser keinen Hehl gemacht: Auf Kaiser Franz Joseph, der sein ganzes Leben lang dem Heiligen Stuhl gegenüber loyal und treu ergeben war und der derzeit einen gerechten Krieg führt, kann ich keinen Druck ausüben. Pius sah im Habsburger Reich den letzten Hort des Katholizismus, in Serbien dagegen einen Vasallen des orthodoxen Russland, dessen Expansionsbestrebungen Österreich-Ungarn Einhalt gebieten müsse. Schon vor Kriegsaubruch hatte der bayerische Geschäftsträger am Heiligen Stuhl nachMünchen gemeldet: Der Papst billigt ein scharfes Vorgehen Österreichs gegen Serbien. Nach seinem Tod gab der Vatikan bekannt, dass der Pontifex die Bitte des österreichischen Botschafters, den Feldzug der Donaumonarchie zu segnen, mit den Worten: Ich segne den Frieden, nicht den Krieg! abgelehnt habe; zeitgenössische Historiker bezweifelten allerdings die Authentizität dieser Aussage.
Pius wurde im Petersdom beigesetzt, an seinem Grab sollen sich zahlreiche Wunder ereignet haben. Nach seiner Heiligsprechung 1954 wurde er in einen Glassarg umgebettet. Bei der Feier der Eucharistieam Altar über dem Grab haben viele Priester nach ihrem Bekunden erlebt, wie ein zarter Rosenduft zum Altar emporstieg, der Duft der Heiligkeit, der von diesem Papst der heiligen Eucharistie ausgeht. In Deutschland tragen über 60 katholische Kirchen seinen Namen. Die von dem 1988 exkommunizierten Bischof Lefebvre 1970 gegründete Piusbruderschaft benennt sich nach Pius X.
 Kanonisation: Pius wurde 1951 von Papst Pius XII. selig- und am 29. Mai 1954 vom selben Papst heiliggesprochen.
 Patron der Sonnenuhrenbauer und Esperantisten; des Päpstlichen Werkes des Heiligen Kindheit




DIE HEILIGSPRECHUNG DES GROßEN HEILIGEN UND 
KÄMPFER FÜR DIE KIRCHE UND DEN GLAUBEN!
DANKEN WIR GOTT FÜR DIESEN PAPST!
Der so genannte Antimodernisteneid war ein am 1. September 1910 von Papst Pius X. eingeführter Eid. Er musste von Klerikern der katholischen Kirche abgelegt werden. Der Eid wendet sich gegen jene Lehren, die als Modernismus bezeichnet werden und bereits 1864 im Syllambus Errorum des Papstes Pius IX. verurteilt wurden. In ihm wird auf die damals bekannten Dokumente Pascendi und Lamentabili (beide aus dem Jahr 1907) verwiesen. 
1967 schaffte Papst Paul VI. den Antimodernisteneid ab und ersetzte ihn durch ein Glaubensbekenntnis. Ohne Wiederholung der Lehrverurteilungen (heißt es) bekräftigte derselbe Papst 1968 die wesentlichen Glaubensinhalte des Katholizismus im Credo des Gottesvolkes.

ANTIMODERNISMUSEID DEN PAPST PAUL VI. ABGESCHAFFT HAT!


Littera motu proprio "Sacrorum antistites", 1. Sept. 1910: Iusiurandum contra errores modernismiMotu proprio "Sacrorum antistites", 1910-09-01: Antimodernisteneid
Ego N. N. firmiter amplector ac recipio omnia et singula, quae ab inerranti Ecclesiae magisterio definita, adserta ac declarata sunt, prae-sertim ea doctrinae capita, quae huius temporis erroribus directo adversantur.Ich umfasse fest und nehme an alles und jedes Einzelne, was vom irrtumslosen Lehramt der Kirche bestimmt, aufgestellt und erklärt ist, besonders die Hauptstücke ihrer Lehre, die unmittelbar den Irrtümern der Gegenwart entgegen sind.
Ac primum quidem: Deum, rerum omnium principium et finem, naturali rationis lumine "per ea quae facta sunt" [cf. Rom 1, 20], hoc est, per visibilia creationis opera, tamquam causam per effectus, certo cognosci, adeoque demonstrari etiam posse, profiteor.Erstens: Ich bekenne, dass Gott, der Ursprung und das Ende aller Dinge, mit dem natürlichen Licht der Vernunft durch das, was geschaffen ist, d.h. durch die sichtbaren Werke der Schöpfung, als Ursache mittels der Wirkung, mit Sicherheit erkannt und auch bewiesen werden kann.
Secundo: externa revelationis argumenta, hoc est facta divina, iix primisque miracula et prophetias admitto et agnosco tan-quam signa certissima divinitus ortae christianae religionis, eademque teneo aetatum omnium atque hominum, etiam huius temporis, intelligentiae esse maxime accommodata.Zweitens: Ich anerkenne die äußeren Beweismittel der Offenbarung, d.h. die Werke Gottes, in erster Linie die Wunder und Prophezeiungen, als ganz sichere Zeichen des göttlichen Ursprungs der christlichen Religion. Ich halte fest, dass sie dem Geist aller Zeiten und Menschen, auch der Gegenwart, auf das beste angepasst sind.
Tertio: firma pariter fide credo Ecc1esiam, verbi revelati custodem et magistram, per ipsum verum atque historicum Christum, cum apud nos degeret, proxime ac directo institutam eandemque super Petrum, apostolicae hierarchiae principem, eiusque in aevum successores aedificatam.Drittens: Fest glaube ich, dass die Kirche, die Hüterin und Lehrerin des geoffenbarten Wortes, durch den wahren und geschichtlichen Christus selbst, während seines Lebens unter uns, unmittelbar oder direkt eingesetzt, und dass sie auf Petrus, den Fürsten der apostolischen Hierarchie, und auf seine steten Nachfolger gebaut wurde.
Quarto: fidei doctrinam ab Apostolis per orthodoxos Patres eodem sensu eademque semper sententia ad nos usque transmissam, sincere recipio; ideoque prorsus reicio haereticum commentum evolutionis dogmatum, ab uno in alium sensum transeuntium, diversum ab eo, quem prius habuit Ecclesia; pariterque damno errorem omnem, quo, divino deposito, Christi Sponsae tradito ab eaque fideliter custodiendo, sufficitui; philosophicum inventum, vel creatio humanae conscientiae, hominuum conatu sensui efformatae et in posterum indefinito progressu perficiendae.Viertens: Ohne Rückhalt nehme ich die Glaubenslehre an, die von den Aposteln durch die rechtgläubigen Väter stets in demselben Sinn und in derselben Bedeutung bis auf uns gekommen ist. Deshalb verwerfe ich ganz und gar die irrgläubige Erfindung der Entwicklung der Glaubenssätze, die von einem Sinn zu einem andern übergingen, der abweiche von dem Sinn, den die Kirche einst gemeint habe. Ebenso verwerfe ich jeden Irrtum, der das göttliche, der Braut Christi übergebene Vermächtnis, das von ihr treu bewahrt werden soll, durch eine Erfindung unseres Denkens oder durch eine Schöpfung des menschlichen Bewusstseins ersetzen will, das durch menschliches Bemühen langsam ausgebildet wurde und sich in Zukunft in unbegrenztem Fortschritt vollenden soll.
Quinto: certissime teneo ac sincere profiteor, fidem non esse caecum sensum religionis e latebris subconscientiae erumpentem, sub pressione cordis et inflexionis voluntatis moraliter informatae, sed
verum assensum intellectus veritati extrinsecus acceptae "ex auditu", quo nempe, quae a Deo personali, creatore ac Domino nostro dicta, testata et revelata sunt, vera esse credimus, propter Dei auctoritatem summe veracis.
Fünftens: Als ganz sicher halte ich fest und bekenne aufrichtig, dass der Glaube nicht ein blindes religiöses Gefühl ist, das aus dem Dunkel des Unterbewusstseins im Drang des Herzens und aus der Neigung des sittlich geformten Willens entspringt, sondern dass er eine wahre Zustimmung des Verstandes zu der von außen durch Hören empfangenen Wahrheit ist, durch die wir auf die Autorität Gottes des Allwahrhaftigen hin für wahr halten, was uns vom persönlichen Gott, unserm Schöpfer und Herrn, gesagt, bezeugt und geoffenbart worden ist.
Me etiam, qua par est, reverentia subicio totoque animo adhaereo . damnationibus, declarationibus, praescriptis omnibus, quae in Encyclicis litteris "Pascendi" et in Decreto "Lamentabili" continentur, praesertim circa eam quam historiam dogmatum vocant.In schuldiger Ehrfurcht unterwerfe ich mich mit ganzem Herzen und schließe ich mich an allen Verurteilungen, Erklärungen, Vorschriften, wie sie im Rundschreiben "Pascendi" und im Entscheid "Lamentabili" enthalten sind, besonders, insoweit sie sich auf die sogenannte Geschichte der Glaubenssätze beziehen.
Idem reprobo errorem affirmantium, propositam ab Ecclesia fidem posse historiae repugnare, et catholica dogmata, quo sensu nunc intelliguntur, cum verioribus christianae religionis originibus componi non posse.Auch verwerfe ich den Irrtum derer, die behaupten, der von der Kirche vorgelegte Glaube könne der Geschichte widerstreiten und die katholischen Glaubenssätze könnten in dem Sinn, in dem sie jetzt verstanden werden, mit den Ursprüngen der christlichen Religion, wie sie wirklich waren, nicht in Einklang gebracht werden.
Damno quoque ac reicio eorum sententiam, qui dicunt christianum hominem eruditiorem induere perso-nam duplicem, aliam credentis, aliam historici, quasi liceret historico ea retinere, quae credentis fidei contrfdicant, aut praemissas adstruere, ex quibus consequatur, dogmata esse aut falsa aut dubia, modo haec directo non denegentur.Ich verurteile und verwerfe auch die Auffassung derer, die sagen, ein gebildeter Christ führe ein Doppeldasein, das Dasein des Gläubigen und das Dasein des Geschichtsforschers, als ob es dem Geschichtsforscher erlaubt wäre, festzuhalten, was der Glaubenswahrheit des Gläubigen widerspricht, oder Voraussetzungen aufzustellen, aus denen sich ergibt, dass die Glaubenssätze falsch oder zweifelhaft sind, wenn man sie nur nicht direkt leugnet.
Reprobo pariter eam Scripturae sanctae diiudicandae atque interpretandae rationem, quae,Ecclesiaetraditione, analogia fidei et Apostolicae Sedis normis posthabitis, rationalistarum commentis inhaeret, et criticem textus velut unicam supremamque regulam haud minus licenter quam temere amplectitur.Ich verwerfe ebenso eine Weise, die Heilige Schrift zu beurteilen und zu erklären, die die Überlieferung der Kirche, die Entsprechung zum Glauben und die Normen des Apostolischen Stuhls außer acht lässt, die sich den Erfindungen der Rationalisten anschließt und die Kritik am Texte ebenso unerlaubt wie unvorsichtig als einzige und oberste Regel anerkennt.
Sententiam praeterea illorum reicio, qui tenent, doctori disciplinae historicae theologicae tradendae aut iis de rebus scribenti seponendam prius esse opinionem ante conceptam sive de supernaturali origine catholicae traditionis, sive de promissa divinitus ope ad perennem conservationem uniuscuiusque revelati veri; deinde scripta Patrum singulorum interpretanda solis scientiae principiis, sacra qualibet auctoritate seclusa, eaque iudicii libertate, qua profana quaevis monumenta solent investigari.Auch die Auffassung derer verwerfe ich, die daran festhalten, ein Lehrer der theologischen Geschichtswissenschaften oder ein Schriftsteller auf diesem Gebiet müsse zuerst jede vorgefasste Meinung vom übernatürlichen Ursprung der katholischen Überlieferung oder von einer Verheißung der göttlichen Hilfe zur steten Bewahrung einer jeden geoffenbarten Wahrheit ablehnen. Die Schriften der einzelnen Väter müssten nach rein wissenschaftlichen Grundsätzen erklärt werden unter Ausschluss jeder Autorität und mit derselben Freiheit des Urteils, mit der man jedes außerkirchliche Denkmal der Geschichte erforscht.
In universum denique me alienissimum ab errore profiteor, quo modernistae tenent in sacra traditione nihil inesse divini, aut, quod longe deterius, pantheistico sensu illud admittunt, ita ut nihil iam restet nisi nudum factum et simplex, communibus historiae factis aequandum: hominum nempe sua industria, solertia, ingenio scholam a Christo eiusque Apostolis inchoatam per subsequentes aetates conti-nuantium. Proinde fidem Patrum firmissime retineo et ad extremum vitae spiritum retinebo, de charismate veritatis certo, quod est, fuit eritque semper in "episcopatus ab Apostolis successione"; non ut id teneatur, quod melius et aptius videri possit secundum suam cuiusque aetatis culturam, sed ut "numquam aliter credatur, numquam aliter" intelligatur absoluta et immutabilis veritas ab initio per Apostolos praedicata.Endlich bekenne ich ganz allgemein: Ich habe nichts zu schaffen mit dem Irrtum, der die Modernisten glauben lässt, die heilige Überlieferung enthalte nichts Göttliches, oder, was noch viel schlimmer ist, der sie zu einer pantheistischen Deutung der Überlieferung führt, so dass nichts mehr übrigbleibt als die nackte, einfache Tatsache, die in einer Linie steht mit den gewöhnlichen Geschehnissen der Geschichte, die Tatsache nämlich, dass Menschen durch ihre eigenen Bemühungen, durch ihre Sorgfalt und Einsicht die von Christus und seinen Aposteln begonnene Schule in den nachfolgenden Zeitabschnitten fortsetzten. So halte ich denn fest und bis zum letzten Hauch meines Lebens werde ich festhalten den Glauben der Väter an die sichere Gnadengabe der Wahrheit, die in der Nachfolge des bischöflichen Amtes seit den Aposteln ist, war und immer sein wird, so dass nicht das Glaubensgegenstand ist, was entsprechend der Kultur eines jeden Zeitabschnittes besser und passender scheinen könnte, sondern dass niemals  in verschiedener Weise geglaubt, nie anders verstanden wurde die absolute, unabänderliche Wahrheit, die seit Anfang von den Aposteln gepredigt wurde.
Haec omnia spondeo me fideliter, integre sincereque servaturum et inviolabiliter custoditurum, nusquam ab iis sive in docendo sive quomodolibet verbis scriptisque deflectendo. Sic spondeo, sic iuro, sic me Deus adiuvet et haec sancta Dei Evangelia.Ich gelobe, dass ich das alles getreu, unversehrt und rein beobachten und unverletzt bewahren, dass ich in der Lehre oder in jeder Art von Wort und Schrift nie davon abweichen werde. So gelobe ich, so schwöre ich, so helfe mir Gott und dieses heilige Evangelium Gottes.






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