Mystik! Novene zur heiligen Weihnacht von Luisa...

 
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Die Novene zur heiligen Weihnacht von

LUISA PICCARRETA

Vorwort
In einer Novene zur Heiligen Weihnacht, als ich ungefähr im Alter von siebzehn Jahren war, bereitete
ich mich mit verschiedenen Tugendakten und Abtötungen auf das Fest vor, indem ich die neun
Monate ehrte, während welcher Jesus im mütterlichen Schoß Mariens weilte, mit neun Stunden
Betrachtung jeden Tag, die immer das Geheimnis der Menschwerdung betrafen.
Luisa Piccarreta

Erste Stunde
In einer Stunde begab ich mich in Gedanken ins Paradies, und stellte mir vor, die Heiligste
Dreifaltigkeit zu sehen: den Vater, der den Sohn auf die Erde sandte, den Sohn, der bereitwillig dem
Willen des Vaters gehorchte, den Heiligen Geist, der dabei zustimmte...[mehr].    
Mein Geist geriet aus der Fassung, ein so großes Geheimnis zu betrachten, eine solch gegenseitige Liebe, die so groß, so stark ist zwischen den Göttlichen Personen und gleich groß gegenüber den Menschen; und dann die Undankbarkeit der Menschen, besonders die meine.
Eine innere Stimme sagte mir: "Komm und schaue das große Ausströmen meiner Liebe!" Daraufhin
begab sich mein Geist in den mütterlichen Schoß der Heiligsten Jungfrau und war erstaunt, diesen
Gott zu betrachten, der so groß im Himmel ist und sich jetzt so vernichtet, klein gemacht,
eingeschränkt hat, dass er sich nicht bewegen und gleichsam nicht einmal atmen kann.
Die innere Stimme sagte mir: "Siehst du, wie sehr ich dich geliebt habe? Ach, ich bitte dich, gewähre
mir ein wenig Raum in deinem Herzen; nimm alles weg, was nicht mein ist, damit du mir so mehr
Möglichkeit gibst, mich bewegen zu können und mich atmen zu lassen!“
Mein Herz zerschmolz; ich bat ihn um Verzeihung, versprach, ganz die Seine zu sein und ergoss mich
in Tränen. Aber, ich sage es zu meiner Beschämung, ich kehrte zu meinen Gewohnheitsfehlern
zurück. O Jesus, wie gut bist du gewesen mit dieser elenden Kreatur!
Und so verging die erste Stunde des Tages.


Zweite Stunde
Eine innere Stimme sagte mir: "Meine Tochter, lege deinen Kopf auf den Schoß meiner Mama, und
betrachte in ihm meine kleine Menschheit! Meine Liebe verzehrte mich: die Brände, die Ozeane, die
unermesslichen Meere der Liebe meiner Gottheit überfluteten mich, legten mich in Asche, ließen ihre
Flammen so sehr auflodern, dass sich diese überallhin ausbreiteten, zu allen Generationen, vom ersten bis zum letzten Menschen. Und meine kleine Menschheit wurde inmitten solch großer Flammen
verzehrt. Aber weißt du, wodurch ich in meiner ewigen Liebe verzehrt werden will? Ach, durch die
Seelen! Und erst dann war ich zufriedengestellt, als ich sie alle verzehrte, so wie ich sie in mir
empfangen habe. Ich war Gott, musste als Gott wirken, musste sie alle umfangen; meine Liebe hätte
mir keine Ruhe gelassen, wenn ich irgendeine ausgeschlossen hätte. Ach, meine Tochter, hefte
aufmerksam deinen Blick auf meine schon empfangene Menschheit, und du wirst dort auch deine
Seele bei mir finden, die Flammen meiner Liebe, die dich verzehren. O, wie sehr habe ich dich geliebt, und liebe ich dich!"
Ich verlor mich inmitten solch großer Liebe und wusste nicht, wie ich daraus hervorgehen sollte; aber
eine Stimme rief mich laut, indem sie zu mir sagte:
"Meine Tochter, das ist noch gar nichts; drücke dich enger an mich; gib deine Hände meiner lieben
Mama, damit sie dich enger an ihren mütterlichen Schoß drücke, und du wirf einen weiteren Blick auf meine kleine empfangene Menschheit, und betrachte das dritte Übermaß meiner Liebe."

Dritte Stunde
"Meine Tochter, von der verzehrenden Liebe schreite fort, meine tätige Liebe zu betrachten. Jede
Seele brachte mir die Bürde ihrer Sünden, ihrer Schwächen und Leidenschaften, und meine Liebe trug mir auf, die Bürde einer jeder aufzunehmen, mit den Leiden und Genugtuungen, die jede von ihnen meinem himmlischen Vater geben sollte. So wurde meine Passion gemeinsam mit mir empfangen. Schaue mich gut an im Schoß meiner himmlischen Mama! O, wie ist meine kleine Menschheit gequält! Betrachte gut, wie mein kleines Köpfchen von einem Kranz aus Dornen umgeben ist, die, indem sie mir stark die Schläfen umwinden, mich Ströme von Tränen aus den Augen vergießen lassen, noch kann ich mich bewegen, um sie zu trocknen!...
Ach ich bitte dich, lasse dich zum Mitleid mit mir bewegen! Trockne mir die Augen von so vielen
Tränen, du, die du die Arme frei hast, um mir das tun zu können! Diese Dornen sind der Kranz von so
vielen schlechten Gedanken, die sich im menschlichen Geist aufhäufen; o, wie stechen sie mich, mehr als die Dornen, die die Erde hervorbringt!
Aber betrachte auch die lange Kreuzigung von neun Monaten! Ich kann weder einen Finger, noch eine Hand, noch einen Fuß bewegen; hier bin ich immer unbeweglich, es ist kein Platz, um mich auch nur ein bisschen zu bewegen. Welch harte und lange Kreuzigung, mit der zusätzlichen Bürde, dass all schlechten Werke, die Form von Nägeln annehmend, mir wiederholt Hände und Füße durchbohren."
Und so fuhr Jesus fort, mir Leid für Leid, alle Martern seiner kleinen Menschheit zu erzählen, für die
ich, um sie aufzuzählen, allzu sehr in die Länge gehen müsste.
Darauf weinte ich sehr und hörte im Inneren zu mir sprechen: "Meine Tochter, ich würde dich gerne
umarmen, aber ich kann es nicht, es ist kein Platz, ich bin unbeweglich, ich kann es nicht tun; ich
möchte zu dir kommen, aber ich kann nicht gehen; vorläufig umarme du mich und komme du zu mir;
nachher, wenn ich aus dem Mutterschoß hervorkomme, werde ich zu dir kommen."
Aber während ich ihn in meiner Vorstellung umarmte, ihn fest an mein Herz drückte, sagte eine
innere Stimme zu mir: "Es genügt einstweilen, meine Tochter, gehe weiter, das vierte Übermaß
meiner Liebe zu betrachten".

Vierte Stunde
Darauf fuhr die innere Stimme fort: "Meine Tochter, entferne dich nicht von mir, lass mich nicht
allein, meine Liebe will Gesellschaft.
Siehe, dies ist ein anderes Übermaß meiner Liebe; dass sie nicht allein sein will! Aber weißt du, mit
wem sie Gesellschaft haben will? Mit der Kreatur!
Siehst du, im Schoß meiner Mutter sind alle Kreaturen bei mir; ich bin bei ihnen - ganz Liebe, ich will ihnen sagen, wie sehr ich sie liebe, ich will zu ihnen sprechen, um ihnen meine Freuden und meine Leiden mitzuteilen; dass ich in ihre Mitte gekommen bin, um sie glücklich zu machen, sie zu trösten, dass ich mitten unter ihnen wie ein kleines Brüderchen sein will, indem ich jeder von ihnen alle meine Güter gebe, mein Reich, um den Preis meines Todes; ich will mich an ihnen erfreuen.
Ach, welchen Schmerz bereiten sie mir! Der eine flieht vor mir, der andere stellt sich taub, jener
zwingt mich, zu schweigen, dieser verachtet mich, der andere verschmäht meine Wohltaten... Und sie
kümmern sich nicht um mein Reich, und vergelten meine Küsse und Zärtlichkeiten, indem sie mich
nicht beachten und mich vergessen und sie verwandeln mein Spiel in bitteres Weinen! O, wie bin ich
allein, obwohl inmitten so vieler! O, wie bedrückt mich meine Einsamkeit; ich habe niemanden, mit
dem ich sprechen kann, niemanden, um mein Herz auszuschütten, nicht einmal aus Liebe; ich bin
immer traurig und schweigsam, denn wenn ich spreche, werde ich nicht angehört... Ach, meine
Tochter, ich bitte dich, ich flehe dich an, lass mich nicht in solcher Einsamkeit, erweise mir die
Wohltat, mich sprechen zu lassen, indem du mir Gehör schenkst; leihe dein Ohr meinen Belehrungen,
ich bin der Lehrer der Lehrer; wie viele Dinge will ich dich lehren !...Wenn du mir Gehör schenkst,
wirst du meine Tränen trocknen und ich werde mich an dir erfreuen; willst du dich nicht an mir
erfreuen?"

Und während ich mich ihm hingab und ihn wegen seiner Einsamkeit bemitleidete, fuhr die innere
Stimme fort: "Es genügt, es genügt, gehe weiter, das fünfte Übermaß meiner Liebe zu betrachten."

Fünfte Stunde
"Meine Tochter, komm, bitte meine liebe Mama, dass sie dir ein wenig Platz in ihrem mütterlichen
Schoß macht, damit du selbst den leidvollen Zustand siehst, in dem ich mich befinde!"
Darauf schien es mir, dass unsere Königin und Mutter, um Jesus zufriedenzustellen, mir ein wenig
Platz mache und mich hinein lege; aber so groß war die Dunkelheit, dass ich ihn nicht sah; ich hörte
nur seinen Atem, und er fuhr fort, mir in meinem Inneren zu sagen: "Meine Tochter, betrachte ein
weiteres Übermaß meiner Liebe!... ich bin das ewige Licht; die Sonne ist ein Schatten meines Lichtes, aber siehst du, wohin mich meine Liebe gebracht hat? In welch dunklem Gefängnis ich bin? Es gibt keinen einzigen Lichtstrahl; es ist immer Nacht für mich, aber eine Nacht ohne Sterne, ohne
Ruhepause, ich bin immer wach! Welche Pein verursachen mir die Enge des Gefängnisses, dass ich
mich nicht im Mindesten bewegen kann, die dichte Finsternis und auch der Atem, denn ich atme
mittels des Atems meiner Mama. O, er ist mühsam und beklommen! Und dann füge noch die
Finsternis der Schulden der Kreaturen dazu; jede Schuld ist eine Nacht für mich, und alle, - zusammen vereint - bilden einen Abgrund an Finsternis ohne Boden. Welches Leid!
O, Übermaß meiner Liebe! Sie lässt mich aus einer Unermesslichkeit des Lichtes, der Weite, in eine
Tiefe der dichten Finsternis und derartiger Enge gelangen, dass mir die Freiheit zum Atmen
genommen wird; und das alles aus Liebe zu den Kreaturen."
Und während er das zu mir sagte, seufzte er, gleichsam mit erstickten Seufzern, wegen der Enge des
Raumes, und weinte. Ich löste mich in Tränen auf, dankte ihm, bemitleidete ihn, wollte ihm mit
meiner Liebe ein wenig Licht bringen, wie er es von mir erbat! ... Aber wer kann alles sagen? Die
gleiche Stimme fügte hinzu: "Es genügt für jetzt, und gehe weiter zum sechsten Übermaß meiner
Liebe."

Sechste Stunde
Die innere Stimme fuhr fort: "Meine Tochter, lass mich nicht allein in solcher Einsamkeit und in
solcher Finsternis; gehe nicht weg aus dem Schoß meiner Mutter und betrachte das sechste Übermaß
meiner Liebe.
Höre mich an: Im Schoß meines Himmlischen Vaters war ich völlig glücklich; es gab kein Gut, das
ich nicht besaß: Freude, Glückseligkeit, alles stand zu meiner Verfügung; die Engel beteten mich
ehrfürchtig an und hingen an meinen Lippen. Ach, das Übermaß meiner Liebe, könnte ich sagen, ließ
mich mein Los ändern , schränkte mich in dieses dunkle Gefängnis ein, beraubte mich all meiner
Freuden und Glückseligkeiten, um mich mit allen Unglückseligkeiten der Kreaturen zu bekleiden; und all das, um den Austausch zu vollziehen, um ihnen mein Glück, meine Freuden und meine ewige
Glückseligkeit zu schenken. Aber das wäre nichts gewesen, hätte ich nicht in ihnen eine überaus große Undankbarkeit und verstockte Untreue vorgefunden. O, wie war meine ewige Liebe betroffen von so viel Undankbarkeit und weinte wegen der Verstocktheit und Untreue des Menschen! Die Undankbarkeit war der schmerzvollste Dorn, der mir das Herz durchbohrte, von meiner Empfängnis an bis zum letzten Augenblick meines Lebens. Schaue: Mein kleines Herz ist verwundet und aus ihm quillt Blut hervor; welche Pein, welche Qual empfinde ich! Meine Tochter, sei nicht undankbar gegen mich; die Undankbarkeit ist das härteste Leid für deinen Jesus; es bedeutet, mir die Türen vor dem Angesicht zuzuschlagen, um mich vor Kälte erstarren zu lassen! Aber bei solcher Undankbarkeit blieb meine Liebe nicht stehen; vielmehr nimmt sie die Haltung einer flehenden, seufzenden und bettelnden Liebe an. Und dies ist das siebte Übermaß meiner Liebe."

Siebte Stunde
"Meine Tochter, lasse mich nicht allein: Lege dein Haupt auf den Schoß meiner lieben Mama, weil du
auch von außen meine Seufzer und meine flehentlichen Bitten vernehmen wirst! Und ich werde, da ich sehe, dass weder meine Seufzer, noch meine flehentlichen Bitten die Kreaturen zum Mitleid mit
meiner Liebe bewegen, mich als ärmster der Bettler gebärden; und indem ich mein kleines Händchen
ausstrecke, werde ich aus Erbarmen um ihre Seelen darum bitten, dass sie mir - wenigstens als
Almosen - ihre Zuneigung und ihre Herzen schenken.
Meine Liebe wollte um jeden Preis das Herz des Menschen gewinnen, und da ich sehe, dass dieses
nach so vielen Überschwänglichkeiten meiner Liebe noch immer störrisch war, sich weder um mich
kümmerte, noch sich mir ergeben wollte, da wollte meine Liebe noch weiter noch weiter gehen. Sie
hätte haltmachen sollen, aber nein, sie wollte ihre Grenzen noch weiter überschreiten; vom Schoß
meiner Mutter an ließ sie meine Stimme an jedes Herz dringen, und zwar auf die eindringlichste
Weise, mit den anrührendsten Gebeten, mit den eindringlichsten Worten. Und weißt du, was sie ihm
sagte? Mein Kind, gib mir dein Herz; alles, was du willst, werde ich dir geben, wenn du mir nur im
Austausch dafür dein Herz gibst! Ich bin vom Himmel herabgestiegen, um es zu gewinnen. Ach, ich
bitte dich, verweigere es mir nicht! Enttäusche meine Hoffnungen nicht! Und da ich es störrisch sah 6
und bemerkte, dass viele andere mir die kalte Schulter zeigten, begann ich zu seufzen, faltete meine
kleinen Händchen, und mit von Schluchzen erstickter Stimme, fügte ich hinzu: "Ach, o weh, ich bin
der kleine Bettler, willst du mir dein Herz nicht einmal als Almosen geben? Ist dies nicht ein größtes
Übermaß meiner Liebe, dass der Schöpfer, um sich der Kreatur zu nähern, die Gestalt eines kleinen
Kindes annimmt, um keine Furcht einzuflößen und wenigstens als Almosen um ihr Herz bittet? Und
da er sieht, dass sie es ihm nicht geben will, bittet, seufzt und weint?" Und dann hörte ich ihn zu mir
sagen: "Und du, willst du mir nicht dein Herz geben? Willst etwa auch du, dass ich seufze, bete und
weine, um dein Herz zu erhalten? Willst du mir das Almosen verweigern, um das ich dich bitte?" Und
während er so sprach, hörte ich, wie er schluchzte. Und ich: "mein Jesus, nicht weinen, ich schenke dir mein Herz und mich selbst ganz!"
Darauf fuhr die innere Stimme fort: "Schreite noch weiter voran, zum achten Übermaß meiner Liebe."

Achte Stunde
"Meine Tochter, mein Zustand wird immer leidvoller; wenn du mich liebst, trachte, dass dein Blick
immer auf mich gerichtet sei, um zu sehen, ob du deinem kleinen Jesus eine Erleichterung gewähren
kannst; ein kleines Liebeswort, eine Zärtlichkeit, ein Kuss werden mein Weinen stillen und meinen
Kummer auslöschen! Höre, meine Tochter, nachdem ich sieben Zeichen des Übermaßes meiner Liebe
gegeben habe und der Mensch mir so schlecht vergolten hat, gibt sich meine Liebe nicht besiegt; und
dem siebten Übermaß will sie das Achte hinzufügen, das heißt die Ängste, die feurigen Seufzer, die
Flammen der Sehnsucht, aus dem mütterlichen Schoß heraustreten zu wollen, um den Menschen zu
umarmen. Dies versetzt meine kleine, noch nicht geborene Menschheit in eine solche Todesangst, dass ich den letzten keuchenden Atemzug meines Lebens tue. Und während ich daran bin, den letzten
Atemzug zu tun, teilt mir meine Gottheit, die untrennbar von mir ist, Ströme des Lebens mit; und so
nehme ich das Leben wieder auf, um meine Agonie fortzusetzen und um von Neuem zu sterben. Dies
war das achte Übermaß meiner Liebe: im Sterben zu liegen und zu sterben aus fortwährender Liebe
zur Kreatur. O welch lange Agonie von neun Monaten! O, wie die Liebe mich erstickt und mich zu
einem ständigen Sterben zwingt! Und wenn ich nicht die Gottheit bei mir hätte, die mir jedes Mal das
Leben wiedergibt, wenn es zu Ende geht, hätte mich die Liebe verzehrt, bevor ich das Licht der Welt
erblickt hätte!"
Dann fügte er hinzu: "Schaue mich an, höre mich an! Wie ich im Sterben liege, wie mein kleines Herz schlägt, sich ängstigt, brennt; schaue mich an, jetzt sterbe ich!"
Und es war tiefe Stille...!
Ich fühlte mich sterben; mir gefror das Blut in den Adern, und zitternd sagte ich zu ihm: "Meine Liebe, mein Leben, nicht sterben, lass mich nicht alleine! Du willst Liebe, und ich werde dich lieben; ich werde dich nicht mehr verlassen, gib mir deine Flammen, um dich mehr lieben zu können und mich ganz für dich zu verzehren."

Neunte Stunde
"O Seele, Tochter meiner Liebe, es sind die letzten Augenblicke meiner langen Gefangenschaft; mein
kleines Herzchen schlägt heftiger, die Flammen meiner Liebe lodern so sehr in die Höhe, dass ich
nichts als Flammen sehe. Welches Feuer fühle ich! Und um diesen Gluten, die mich verzehren, eine
Erleichterung zu verschaffen, geht meine Liebe daran, ein weiteres Übermaß zu erfinden, welches die
Krone alles anderen sein wird, und dies ist meine Siegreiche Liebe.7
Ich will durch die Kraft der Liebe das Herz der Kreatur besiegen, ich will alle Waffen gebrauchen, alle
Strategien, um es zu gewinnen, um es zu rauben, um es zu erobern, um es mein zu machen. Schau,
meine Tochter, meine Flammen bilden einen Schleier von reinstem Licht im Schoß meiner
himmlischen Mutter, und ich bin daran, durch diesen Schleier hindurch den Schritt zu tun, um ins
Licht der Welt hinauszutreten. Von meinem Gefängnis aus bin ich nicht angehört worden; und da
meine Liebe SIEGERIN sein will, will ich den Schritt tun und jedes Herz aufsuchen.
Aber... höre, meine Tochter, wenn ich aus meinem Gefängnis heraustrete, ach, ich bitte dich, lass mich dein Herz besiegen! Meine Liebe würde in Fieberwahn geraten, wenn sie dich nicht in der Nähe vorfände, und wenn sie, kaum geboren, nicht die erste Eroberung machen würde. Sage mir, meine Tochter, wirst du mich zufriedenstellen?!... Lässt du mich dein Herz besiegen?"...
"Ach, ja, Göttlicher Sieger, du hast schon mein Herz besiegt, es ist ganz Dein!"
"Höre, Tochter, mit deinem Herzen in den Händen, werde ich zu allen Kreaturen gehen, werde an die Türen aller Herzen klopfen, ich werde soviel Lärm machen, bis sie mir öffnen; und wenn mir nicht aufgetan wird, werde ich weiter klopfen, weinend und schluchzend werde ich sagen: Öffne mir, meine Tochter, siehst du... ich bin erstarrt vor Kälte... meine lockigen Haare sind mit nächtlichem Reif bedeckt... schon zittere ich ganz...; ich bin ganz klein. Ich bin müde vom Klopfen, lass mich eintreten, ich werde dir nichts Böses antun, ich komme vielmehr, um dich glücklich zu machen, ich komme, um dein Herz zu besiegen... Welcher Barbar, welch Grausamer wird mir nicht Gehör schenken?!... Ach, ja, ich werde die Herzen mit meinen Waffen der Liebe bekriegen, und meine Liebe wird siegen, selbst um den Preis, dass sie jahrhundertelang warten müsste.
Ich werde das kleine Kind sein, aber der Siegreiche Gott; ich werde mein Reich haben, das Reich meines Willens auf Erden".

Diese Stunden betete ich kniend, und wenn ich von der Familie daran gehindert war, auch bei der Arbeit; da die innere Stimme mir weder Ruhe noch Frieden gab, wenn ich nicht tat, was sie wollte; daher war die Arbeit für mich kein Hindernis, das zu tun, was ich tun sollte.
So durchlebte (verbrachte) ich die Tage der Novene.

FIAT!

Quelle

Weitere Links:   http://www.passioiesus.org/index.php






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