Zur Erinnerung> Über die Krise in der FSSPX und die Notwendigkeit Widerstand zu leisten!

Pater Rioult Ex SSPX Miglied


Pater Jean Michel Faure, einer der Kapitulanten des Kapitels von 2012, hat mir, da er nicht zu meinem Vortrag kommen konnte, folgende Nachricht zukommen lassen:
„Übermitteln Sie ihm meine Glückwünsche und meine Unterstützung. Ich bin 1972 in Ecône eingetreten und habe Mgr. Lefebvre sehr gut gekannt. Er hätte zweifellos die Entscheidung Pater Rioults gebilligt, die auch die meine ist. Im Gebet vereint. Pater Jean Michel Faure.“


Pater Olivier Rioult 

„Die Krise in der Bruderschaft“! 

Liebe Freunde,

ich möchte Ihnen heute das Leiden der Priester der Bruderschaft erklären. Ich werde Ihnen unerquickliche Fakten darlegen, aber ich bitte Sie eindringlich, mir nicht vorzuwerfen, ich sei unmenschlich; nein, die Vorgänge, die ich Ihnen beschreiben werde, sind es. Die Zustände in der Bruderschaft, die wir derzeit erleben, sind unmenschlich und dafür kann ich nichts; ich sehe sie, ich prangere sie an, ich bedaure sie und ich leide darunter.

Warum komme ich auf diese schmerzlichen Ereignisse zurück, statt die Wunde sich schließen zu lassen, da Mgr Fellay ja nichts unterschrieben hat? Weil die vergangenen Ereignisse äußerst schwerwiegend sind und vor allem deshalb, weil sie auch jetzt noch weitergehen. Aber bevor ich zum Thema komme, möchte ich noch zwei wertvolle Hinweise geben zur Liebe zur Wahrheit bei Don Felix Sarda y Salvany in seinem Buch „Liberalismus ist Sünde“, das Sie unbedingt lesen müssen!!! Wenn Sie aus diesem Vortrag etwas mitnehmen müssen, dann dies: daß Sie dieses Buch lesen!! [1].

1) „Es ist somit kein Mangel an Liebe, jemanden 'schlecht' zu heißen, der es ist und die Urheber, Begünstiger und Anhänger des Bösen als 'Bösewichte'  zu bezeichnen. Den Wolf hat man immer schlechthin Wolf geheißen und indem man ihn so nannte, hat man nie geglaubt, der Herde und dem Hirten Unrecht zu tun.“

2) „ Die Ideen existieren keineswegs für sich allein, und sie verbreiten sich nicht von selbst [...] Die Urheber und Verbreiter häretischer Lehren sind Soldaten. Ihre Waffen sind das Buch, die Zeitung, die öffentlichen Reden und der persönliche Einfluß. [...] Das Beste und Wirksamste ist es, den Schützen unschädlich zu machen. So ist es also angemessen, dessen Buch, Zeitung oder Rede herabzusetzen und in Verruf zu bringen und in manchen Fällen selbst seine Person, die unbestreitbar das wichtigste Element des Kampfes ist. Es ist daher in bestimmten Fällen erlaubt, seine Schandtaten öffentlich bekanntzumachen, seine Gewohnheiten lächerlich zu machen und seinen Namen in den Schmutz zu ziehen. Ja, lieber Leser, man kann es in Prosa und Versen, im Ernst und im Scherz tun, mit Karrikaturen, mit allen Mitteln und Methoden, die zu Gebote stehen. Nur müssen wir uns hüten, die Lüge zur Dienerin der Wahrheit zu machen.“

„Aber Mgr. Fellay und Ihre Mitbrüder, die ein Abkommen befürworten, sind doch nicht häretisch!“
Nein, natürlich nicht, aber hören Sie sich diese Überlegungen Papst Pius IX. an:

„In diesen Zeiten der Verwirrung und der Unruhe sieht man nicht selten Gläubige, Katholiken, ja es gibt sie selbst unter den Weltgeistlichen und in den Klöstern, die immer Worte des Mittelwegs, der Versöhnung, des Kompromisses auf den Lippen haben. Nun, ich zögere nicht zu erklären: diese Männer sind im Irrtum, und ich sehe sie nicht als die ungefährlichsten Feinde der Kirche an. Wir leben in einer (sittlich) verdorbenen und widerlichen Atmosphäre; schützen wir uns dagegen; lassen wir uns nicht durch falsche Lehren verderben, die unter dem Vorwand, alles zu retten, alles verlieren.“ Pius IX.

Die Liberalen, die Leute der Versöhnung, sind daher die Feinde der Kirche, die unter dem Vorwand, alles zu retten, alles verlieren! Merken wir uns das!!
  
Um auf die Gewalt aufmerksam zu machen, die heute in der Bruderschaft herrscht, müssen wir Texte analysieren. Das erfordert eine gewisse Ausrüstung: Augen, um zu lesen, Ohren, um zu hören, Verstandeskraft, um den Sinn der Worte zu verstehen und vor allem eine rosarote Brille, eine schwarze Brille und eine normale Brille.

Fangen wir an:

„Was die Antwort betrifft, die ich am 17. April nach Rom gesandt habe (...) habe ich den Eindruck, daß sie zusagt. Bei uns, denke ich, wird man sie gebührend erklären müssen, denn es gibt dort (in diesem Dokument) Erklärungen, die eine derartige Gratwanderung sind, daß Sie, wenn Sie die falsche Einstellung haben oder je nachdem, ob Sie es durch die rosarote oder die schwarze Brille betrachten, es so oder so sehen. So muß man Ihnen genau erklären, daß dieser Brief absolut nichts an unserer Haltung ändert, Ihnen, (liebe) Gläubige und Schulschwestern der Dominikanerinnen, die nicht lesen konnten, was Sie lesen, heißt nicht das, was Sie lesen, aber das, was ich will, daß Sie denken. Wenn man sie aber falsch lesen will, wird man dahin kommen, daß man sie falsch versteht.“ Das ist das Eingeständnis, ein doppeldeutiges Dokument verfaßt zu haben!!!??? (Mgr. Fellay, Brignolles, 4. Mai 2012 – Nouvelles de Chrétienté Nr. 135)

Es ist traurig, aber dieser Auszug aus der Rede Mgr. Fellays am 4. Mai 2012 in Brignolles veranschaulicht das Drama, das wir erleben, sehr gut: Mgr. Fellay spricht mit doppelter Zunge! Und wenn Sie ihm das vorwerfen, entrüstet er sich und wirft Ihnen vor, durch die schwarze Brille zu schauen, wo Sie es doch durch die rosarote hätten betrachten müssen.

Mgr. Fellay spricht mit doppelter Zunge!

Um das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, wollen wir uns den Text anschauen und Beispiele
anführen.

Kürzlich schrieb Mgr. Fellay im „Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 80“ vom März 2013:

„Auf der lehrmäßigen Ebene sind wir immer noch am Ausgangspunkt, so wie er sich in den siebziger Jahren darstellte. Wir müssen leider zugeben, daß die Analyse Mgr. Lefebvres, die sich in den Jahrzehnten nach dem Konzil bis zu seinemTod nicht geändert hat, immer noch aktuell ist, [...] obwohl wir zugeben müssen, daß die Krise, die die Kirche erschüttert, auch äußere Gründe hat, ist doch das Konzil die Hauptursache ihrer Selbstzerstörung. [...] So haben wir jetzt Ostern 2013, und an der Lage der Kirche hat sich praktisch nichts geändert.“

Das ist klar, oder? Kein Grund mehr zur Beunruhigung: Mgr. Fellay hat die richtige Einstellung! Nein! Diese schöne Erklärung kommt ein wenig spät und ist wertlos, denn im Juni 2012 erteilt Pater Lorans (DICI) das Wort „Mgr. Bernard Fellay, um vom Generaloberern selbst zu erfahren, wie er eine kanonische Lösung beurteilt, die vor [Pater Lorans sagt nicht „ohne“, obwohl dies doch der Fall ist] einer lehrmäßigen Lösung getroffen würde... Seine Antworten, zu denen er  durch übernatürlichen Klugheit angeregt wird, führen zu einer Beurteilung der Lage, die in der Wirklichkeit wurzeln.“ [2] (Pater Alain Lorans ist ein Meister der Medien-Manipulation eines journalistischen Stils der übelsten Sorte, doch je dicker er aufträgt, desto besser kommt er damit an.)

Mgr. Fellay: „Was sich geändert hat, ist, daß Rom eine volle Anerkennung des II. Vatikanums nicht mehr zur Bedingung für eine kanonische Lösung macht. In Rom sind einige der Meinung, daß die Kirche mehr ist als das Konzil. Dieses Bewußtwerden kann uns helfen, zu verstehen, was sich wirklich ereignet: wir sind zur Mithilfe aufgerufen, um den anderen den Schatz der Tradition zu bringen. So hat sich die Einstellung der Amtskirche geändert und nicht wir. Man kann sich die Frage nach dem Grund für diesen Wechsel stellen. Wir stimmen lehrmäßig noch immer nicht überein, und doch will der Papst uns anerkennen. Warum? Weil Fellay eine unannehmbare Erklärung unterzeichnet hat, in der man nicht nur das Konzil im Licht der Tradition annimmt, sondern auch die Tradition im Licht des Konzils. Man muß die nebensächlichen Probleme außer acht lassen und sich um die hauptsächlichen Probleme kümmern. Um zu verstehen, muß man zwischen den Zeilen lesen; Jetzt wird es kompliziert: rosarot, schwarz, zwischen den Zeilen. Die offiziellen Autoritäten wollen die Irrtümer des Konzils nicht zugeben. Sie werden es niemals ausdrücklich sagen. Wenn man jedoch zwischen den Zeilen liest, kann man sehen, daß sie einige dieser Irrtümer korrigieren wollen.“

Im Jahr 2011 erklärte Mgr. Fellay anläßlich der Seligsprechung Johannes Pauls II., daß sie „ein schwerwiegendes Problem“ darstelle. „Das Problem eines Pontifikats, das Sprünge nach vorn in die falsche Richtung machte, in Richtung Progressismus und all dessen, was man den 'Geist des II. Vatikanums' nennt. Es handelt sich also um eine Weihe nicht nur der Person Johannes Pauls II., sondern auch des Konzils und des ganzen Geistes, von dem es begleitet wurde.“

Das ist klar, oder? Kein Grund mehr zur Beunruhigung: Mgr. Fellay hat die richtige Einstellung!
Nein, er widerspricht sich, denn er schreibt, daß Benedikt XVI., der Johannes Paul II. seligsprechen wird, ein Papst ist, der „zu den traditionellen Ideen zurückkehrt“!!! In einem Interview mit Les nouvelles calédoniennes hört man Mgr. Fellay folgendes sagen:

„Und die Bilanz [des II. Vatikanums] ist verheerend. [...Aber] der Papst kehrt zu den traditionellen Ideen zurück. Er sieht sehr wohl, daß es eine Verirrung gibt und daß man sie korrigieren muß. Wir sind vielleicht näher am Papst als es den Anschein hat. Übrigens [...] reicht ein Akt von Rom aus, der besagt, daß es zu Ende ist und wir zur Kirche zurückkehren. Das wird kommen. Ich bin sehr optimistisch.“ (27. Dezember 2010) 

Ebenfalls im Jahr 2010, in seinem Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 76, dachte er, daß

„Seit Benedikt XVI. den Papstthron bestiegen hat“, „eine neue Welle erschienen“ ist. „Entgegen aller Erwartung scheint sie in die der ersten Welle entgegengesetzen Richtung zu gehen. Die Hinweise sind so  mannigfaltig und zahlreich, daß wir bestätigen können, daß es diese neue Reform- oder Restaurationsbewegung wirklich gibt.“ ( Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 76, 7. Mai 2010)

Und nun zum Bild von Benedikt XVI., das Mgr. Fellay 2010 in Brasilien zeichnete:

„Benedikt XVI. ist eine Mischung von gut und schlecht. Schlecht ist der Kopf, der Sitz des Modernismus. Zum Beispiel der Ökumenismus, die Beziehungen zu den Juden. Er hat unglaubliche Dinge über die Hölle gesagt. Diese Seite von Benedikt ist sehr modern [nicht katholisch, häretisch:
das Wort wird nicht gesagt, das Denken und die Wahrheit ist vermindert!]. Aber es gibt auch die andere Seite, die konservativ ist: sein Kopf ist modern, sein Herz ist konservativ. Aber ich weiß nicht, wie das eine und das andere zusammengehen.“[3]

Um zu begreifen, wie lächerlich diese Äußerungen sind, müssen wir die Rede beiseite lassen und uns den Taten zuwenden. Dies sind die wichtigsten Handlungen dieses konservativen Herzens zwischen 2007 (Datum des Motu proprio über die Messe) und 2011:

Interreligiöses Treffen von Neapel, Besuch der Synagoge von New York, Weltjugendtage in Sidney mit ihrer Inkulturation und ihren heidnischen Ritualen, Besuch der Moschee des Jerusalemer Doms, jüdisches Ritual an der Klagemauer, aktive Teilnahme am lutherischen Kultus in Rom, Seligsprechung Johannes Pauls II., Wiederholung des Skandals von Assisi. 
        
Das Denken ist wirr, die Sprache doppelzüngig, opportunistisch, ja geradezu manipulatorisch.

Der Chefredakteur des Blogs Osservatore Vaticano, Vini Ganimara, veröffentlichte einen Artikel unter dem Titel „Stärken und Schwächen der Diplomatie Mgr. Fellays“. Dort steht folgendes:

„ Mgr. Fellay hat sich nach und nach eine maßvolle Ausdrucksweise zu eigen gemacht, die seine früheren, in alle Richtungen gehende Erklärungen ebenso in Vergessenheit geraten läßt wie die agressiven Reden der anderen Bischöfe der FSSPX, [...] es gibt keine Verhandlung ohne Gegenleistung – [Mgr. Fellay] zeigt seine diplomatischen Fähigkeiten gleichzeitig mit der Schwäche seines Manöverspielraumes. Nehmen wir ein Beispiel: Nach Aufhebung der Exkommunikationen hat er per Fax an alle Priorate der Welt einen „Brief an die Gläubigen“ (24. Januar 2009) gesandt, der das Zitat seines eigenen Briefes an Kardinal Castrillón (15. Dezember 2008) enthielt und zur Aufhebung der Strafe geführt hatte: „Wir sind bereit, das Credo mit unserem Blut zu schreiben, den Antimodernisteneid und das Glaubensbekenntnis Pauls IV. zu unterzeichnen; wir nehmen alle Konzile an und machen sie uns zu eigen, bis auf das II. Vatikanum, gegen das wir Vorbehalte haben.“ [...] Diese Formulierung rief einen solch heftigen Widerstand hervor, daß einige Tage später in einer neuen Version dieses Briefes vom 24. Januar der Brief an den Kardinal folgendermaßen zitiert wurde: „Wir nehmen alle Konzile bis zum I. Vatikanum an und machen sie uns zu eigen. Wir müssen aber leider Vorbehalte hinsichtlich des II. Vatikanums vorbringen, das ein 'von den anderen sich unterscheidendes' Konzil sein wollte.“ [...] Selbstverständlich hat Kardinal Castrillón die erste Version erhalten. Die zweite Version ist streng genommen keine Fälschung: sie ist eine Übersetzung für die öffentliche Meinung der FSSPX.“ (Donnerstag, 29. Oktober 2009)

Damals hatte Mgr. Fellay den Prioren gegenüber behauptet, es handele sich um einen Irrtum des Generalsekretärs, der, nachdem er die ganze Nacht durchgearbeitet hätte, einen Fehler gemacht hätte. Man fälscht Texte, man paßt sich an das Publikum an: mal nach rechts, mal nach links, mal „ja“, mal „nein“. Einmal „rosarot“, ein anderes Mal „schwarz“. Diese Verwirrung ist unerträglich und seitens eines Oberen unannehmbar. Dieses Schema wiederholt sich seit mehreren Jahren und wird weiterhin angewandt:

- Die Dinge haben sich geändert in Rom, aber die Lage bleibt quasi unverändert.

- Wir haben nicht um ein praktisches Abkommen nachgesucht, aber wir haben es nicht grundsätzlich abgelehnt, das Angebot des Papstes in Erwägung zu ziehen.

- Ich habe sehr wohl die Absicht, alles zu unternehmen, um diesen Weg weiterzuverfolgen... aber es kommt nicht in Frage, daß wir uns in Richtung einer kanonischen Normalisierung vorwagen, solange der lehrmäßige Teil nicht geregelt ist...

- Rom ist einverstanden, daß seine Irrtümer als Optionen angesehen werden, aber indem Rom die Person Johannes Pauls II. heiligt, heiligt es das Konzil.

- Das Prinzip von 2006 (keinerlei praktisches Abkommen, ehe Rom sich nicht bekehrt hat) ist klar, aber es ist nicht klar, was wir unter „Bekehrung Roms verstehen“?

- Der Papst schreibt uns auf offiziellem Weg, aber was er in Wirklichkeit wünscht, ist das, was er nicht geschrieben hat, weil er es nicht schreiben kann...

- Im März 2013 zur Bruderschaft: „Ein Abkommen mit dem modernistischen Rom kommt überhaupt nicht in Frage“, aber im Oktober 2012 in Brüssel (sagt er) zu Diözesanpriestern bezüglich des Zeitpunkts eines Abkommens zwischen Rom und der Bruderschaft: „Das wird bald geschehen“.

Verschwommene, doppelzüngige, ja widersprüchliche Äußerungen, die sich auf dermaßen schmalem Grat bewegen, daß man völlig wirr im Kopf wird.

Schlimme Sophismen

Ein Sophismus ist eine falsche Beweisführung, die den Anschein von Wahrheit erweckt. Zwei sind besonders schlimm. Mgr Fellay hat das, was im Grunde lediglich modernistische Manöver waren, als Siege der Tradition dargestellt. Man darf nie vergessen, daß die Revolution zu vielen scheinbaren und oberflächlichen Konzessionen bereit ist, um das Wesentliche zu retten: die Religionsfreiheit der Menschenrechte, ein freimaurerisches Prinzip.

Im Jahr 2007 hat man uns gesagt, daß die tridentinische Messe „nie abgeschafft war“, und zwar als außerordentlicher Ritus, dem der Bastardritus, die ordentliche Form, an Heiligkeit gleichkommt. 2009 wurden die „Exkommunikationen“ aufgehoben. Man hat durch Unterlassung gelogen und die  revolutionäre Strategie nicht erkannt, die

1) die außerordentliche Form der Messe dulden kann, solange die Bastardmesse die ordentliche und hauptsächliche Form bleibt (der verhängnisvolle Einfluß dieses motu proprio machte sich bei uns  durch eine Heiratsanzeige bemerkbar, in der die Messe im außerordentlichen Ritus angekündigt wurde...)

2) eine Geste der Barmherzigkeit gegenüber den Lefebvristen wagen kann, sofern man sie dadurch schwächen kann und solange das II. Vatikanum der Kompaß der Kirche für das 21. Jahrhundert bleibt.

Benedikt XVI. hat den dummen Modernisten selbst seine Strategie erklärt:
„Kann es völlig falsch sein, sich dazu zu verpflichten, die Verhärtungen zu vermindern, um dem einen Platz zu geben, was es an Positivem und Brauchbarem für das Ganze gibt? Ich habe in den Jahren nach 1988 selbst gesehen, daß das interne Klima der früher von Rom getrennten Gruppen sich dank ihrer Rückkehr geändert hat; daß die Rückkehr zur großen und weiten gemeinsamen Kirche zur Überwindung der einseitigen Standpunkte führte und die Verhärtungen aufweichte, so daß daraus später positive Kräfte für das Ganze erwuchsen.“ [4]

Mgr Lefebvre hatte 1988 diese vatikanische Strategie angeprangert und auf ihre Gefahren hingewiesen:

„Die Atmosphäre bei diesen Kontakten und Kolloquien zeigt uns klar, daß es der Wunsch des Heiligen Stuhls ist, uns das Konzil und seine Reformen nahezubringen und uns auch in den Schoß der Konzilskirche zurückzubringen [...] Unsere Wiedereingliederung scheint ein poltischer, diplomatischer Trumpf zu sein, um ein Gegengewicht zu den Exzessen der anderen zu schaffen.“ [5]

Benedikt, ein intelligenter Modernist, hat nichts um unserer schönen Augen willen getan!
Seine motu proprio hat er nicht für uns erlassen, sondern um das II. Vatikanum zu bewahren! Als versierter Modernist hat er verstanden, daß er uns in der „großen Kirche“ brauchte, um das II. Vatikanum zu bewahren. Die rechtmäßig eingegliederte Bruderschaft könnte ihr „Charisma der Tradition“ in die moderne Kirche einbringen, denn de facto würde sie dem Pluralismus des konziliaren Denkens zustimmen. Benedikt XVI. braucht uns, die wir den lehrmäßigen Bruch des II. Vatikanums darlegen, um seine „Hermeneutik der Kontinuität“ abzusichern. Dieses schlichte „Zusammenleben“ wird die Kontinuität der „lebendigen Tradition“ in der „weiten Kirche“ bekunden. Aus dem gleichen Grund mußte er der Existenz der traditionellen Messe [allerdings in zweiter Linie] zustimmen, um die Messe Pauls VI. und ihre angebliche liturgische Kontinuität zu sichern. 

Das Wohl der Kirche erfordert jedoch, daß man das Konzil abweist und es nicht nur kritisiert. Wir dürfen uns nicht mehr mit dem „Lassen Sie uns das Experiment der Tradition machen, nehmen Sie uns so an, wie wir sind“ begnügen, denn dann würden wir den Interessen der modernistischen Logik dienen und das II. Vatikanum bewahren. Mgr. Lefebvre hatte das verstanden:

„'Ich klage das Konzil an' scheint mir die nötige Antwort auf das 'Ich entschuldige das Konzil' Kardinal Ratzingers.“ [6] „Es heißt der Kirche unseres Herrn Jesus Christus und dem Heil der Seelen einen unermeßlichen Dienst erweisen, wenn man die Machenschaften der Kirchenmänner öffentlich entlarvt, die aus diesem Konzil eine Art Frieden von Jalta der Kirche mit ihren ärgsten Feinden machen wollten, also in Wirklichkeit einen neuen Verrat an unserem Herrn Jesus Christus und seiner Kirche begingen.“

Was man auch immer behaupten mag, Mgr. Fellay widerspricht dem Glaubenskampf Mgr. Lefebvres.

Pater Lorans (DICI): „2012 ist nicht 1988, das Jahr Ihrer Bischofsweihe. Ist das grundsätzliche Zurückweisen einer kanonischen Lösung den 40 Jahren einer Ausnahmesituation zu verdanken, die zu einem gewissen Mangel an Verständnis für die Unterwerfung unter die Autorität geführt hat?“ 

Mgr. Fellay: „Was derzeit geschieht, zeigt ganz deutlich einige unserer Schwächen angesichts der Gefahren, die durch die Lage, in der wir uns befinden, hervorgerufen werden. [...] Manch einer behauptet, Rom müsse sich vor jeglichem Abkommen bekehren oder aber, daß die Irrtümer zuerst beseitigt werden müssen, damit man arbeiten kann. Aber das ist nicht die Realität. [...] die heiligen Reformatoren haben die Kirche nicht verlassen, um diese Irrtümer zu bekämpfen.“

Ist sich Mgr. Fellay darüber im klaren, daß er mit diesem Satz Mgr. Lefebvre und alle anderen, wie Coache, Calmal, Barbara, Guillou... verurteilt, die sich von der Konzilskirche getrennt haben, um die katholische Kirche nicht zu verlassen?

Mgr. Fellay hat ein neues Prinzip erfunden, das die Rechtfertigung schädlicher Vereinbarungen erlaubt: „Wir können nicht hinnehmen, daß wir zu Unrecht eines Bruchs mit Rom beschuldigt werden.“  Dabei hatte Mgr. Lefebvre zweimal – 1976 und 1988 – eine Verurteilung hingenommen, um den Glaubenskampf weiterführen zu können.

Mgr. Fellay beschreibt die Bruderschaft so, als „fehle“ ihr etwas grundlegendes in bezug auf die „Sichtbarkeit“ der Kirche. Er behauptet oft, daß die Bruderschaft sich in einer „irregulären“, „anormalen“, „illegalen“ Lage befände, während Mgr. Lefebvre versicherte: „Was uns zunächst interessiert, ist die Wahrung des katholischen Glaubens. Darin besteht unser Kampf. Die rein äußerliche kanonische Frage hingegen ist zweitrangig.“ Und derzeit ist nur noch davon die Rede.

Für Mgr. Fellay, seine Assistenten und andere hingegen ist das nicht zweitrangig! Es ist ihnen so wichtig, daß sie sich angemaßt haben, auf ein praktisches Abkommen ohne lehrmäßiges Abkommen hinzuarbeiten und so dem zuwidergehandelt haben, was Mgr. Lefebvre, vor allem nach 1988, ausdrücklich herausgestellt hatte und was das Generalkapitel (das über mehr Autorität verfügt als der Generalobere) 2006 beschlossen hatte.

Und diese Sophismen werden unter dem Anschein eines größeren Wohls ausgesprochen [eine  bewährte Taktik, um eines wahren Wohls verlustig zu gehen]: „In der sichtbaren Kirche“  könnten wir die Konzilskirche zur Tradition bekehren... Auch hier widerspricht man erneut Mgr. Lefebvre:

„Sich ins Innere der Kirche begeben, was heißt das? Und von welcher Kirche ist überhaupt die Rede? Wenn es die Konzilskirche ist, dann müßten wir, die wir sie zwanzig Jahre lang bekämpft haben, weil wir die katholische Kirche wollen, in diese Konzilskirche eintreten, um sie angeblich katholisch zu machen? Das ist eine völlige Illusion! Es sind nicht die Untergebenen, die die Oberen umwandeln, sondern die Oberen, die die Untergebenen umwandeln.“
 (Fideliter Nr. 70, Juli-August 1989)

Alle diese schlimmen Irrtümer und Sophismen wurden aufrechterhalten um den Preis einer Doppelzüngigkeit und gegen jegliche Klugheit, und sie werden durch neue Sophismen gerechtfertigt:  Die römischen Autoritäten sind schuld, die uns getäuscht haben!

„Wie Sie wissen, befand sich die Bruderschaft während eines großen Teils des Jahres 2012 in einer schwierigen Lage, dank des letzten Versuchs Benedikts XVI., unsere Lage zu normalisieren. Die Schwierigkeiten entstanden [...] durch einen Mangel an Klarheit seitens des Heiligen Stuhls, so daß weder der Wille des Papstes klar erkennbar war noch das, was er uns zugestehen wollte. Die durch diese Unsicherheiten verursachte Aufregung hat sich ab dem 13. Juni 2012 gelegt...“ („Brief an die Freunde und Wohltäter Nr. 80 vom März 2013): Auch hier führt Mgr. Fellay die Gläubigen wieder hinters Licht.


[1] Liberalismus ist Sünde, Kap. 22, 23 u. 27

[2] DICI Nr. 256, 8. Juni 2012

[3] Bahia, 8. Juli 2010 und erneut am Sonntag, 18. Juli in seiner Predigt und seinem Vortrag in
      Buenos Aires

[4] Brief Benedikts XVI. vom 10. März 2009 an die Bischöfe bezüglich der Aufhebung der
      Exkommunikationen

[5] Darlegung der Lage betreffs dessen, was Rom die Wiederversöhnung“ nennt, am 30.Mai 1988
      in Notre-Dame du Pointet

[6] Mgr. Marcel Lefebvre: Sie haben Ihn entthront, S. 233 im Orig., Fideliter  


FORTSETZUNG !



Ganz gleich, um welchen Priester der Bruderschaft es sich handelt, das Recht, sein Amt auszuüben!



Im letzten Cor unum

beschuldigt Mgr. Fellay bestimmte Priester,  subversiv und revolutionär vorzugehen unter dem Vorwand, „ die Bruderschaft vor einem angeblich selbstmörderischen Abkommen mit der Konzilskirche zu bewahren.“

„ Es steht fest, daß hinter diesem Schwall von Rauch der Rücktritt des Generaloberen das angestrebte Ziel ist [durch seine Widersprüchlichkeit hat er selbst seine Autorität völlig untergraben] und sie glauben sich alles erlauben zu können, um dieses Ziel zu erreichen. [Mgr. Fellay selbst jedoch war, um sein Abkommen zu fördern, bereit, Communiqués zu fälschen, die Beschlüsse des Generalkapitels 2006 zu mißachten und bedenkenlos eine Spaltung in Kauf zu nehmen...] Die Erklärungen, Predigten und Vorträge, die das Gegenteil bekräftigen, interessieren sie kaum; sie suchen mit der Lupe [ein weiteres optisches Problem] nach allem, was man falsch verstehen könnte, und unterstellen der Autorität unglaubwürdige Absichten [die Wörter haben aber eine Bedeutung, die die Absicht kundtut], um sie zu diskreditieren und als verlogen oder hinterhältig darzustellen...“  [Er hat jedoch sehr wohl  die französischen Prioren belogen, als er behauptete, daß er sich am 13. Juni nicht nach Rom begäbe, um zu unterschreiben.]

Dabei findet man im gleichen Cor unum den Beweis für die Absicht Mgr. Fellays: einen Brief Mgr. Fellays an Benedikt XVI. vom 17. Juni 2012. Ich lese jetzt ohne Lupe:

„Am Mittwoch, den 13. Juni hat mir Kardinal Levada im Verlauf eines Treffens, das herzlich war, eine doktrinelle Erklärung überreicht, die ich nicht werde unterschreiben können. Der neue Text trägt der dringenden Bitte keine Rechnung, den Vorschlag, den ich vorgelegt hatte, wegen der Folgen, die dies nach sich ziehen würde, nicht zu verändern. Er nimmt ungefähr alle Punkte der Präambel vom September 2011 wieder auf, die Schwierigkeiten bereiteten und die zu beseitigen ich mich bemüht hatte!!! Leider wird die neue Erklärung im aktuellen Kontext der Bruderschaft nicht auf Akzeptanz stoßen. [Man kann es noch einmal mit Hilfe der rosaroten oder der dunklen Brille lesen; der Sinn bleibt der gleiche!... Wer ist hinterhältig? Wer verstellt sich und verheimlicht?] Ich hatte geglaubt zu verstehen, daß Sie bereit wären, die Lösung der noch  bestehenden Differenzen  zu gewissen Punkten des Konzils und der Liturgiereform auf später zu verschieben, [...] um trotzdem zur Einheit zu gelangen, und ich habe mich in dieser Perspektive engagiert, [praktisches Abkommen ohne lehrmäßiges Abkommen] trotz des ziemlich starken Widerstandes in den Reihen der Bruderschaft und zum Preis großer Unruhen. Und ich habe die Absicht, weiterhin alle Anstrengungen zu machen, diesen Weg fortzusetzen, um zu den notwendigen Klärungen zu gelangen.“ [Man kann es noch einmal mit Hilfe der rosaroten oder der dunklen Brille lesen; der Sinn bleibt der gleiche! Ohne Lupe und ohne irgendeine unglaubhafte Absicht zu unterstellen. Seine Absicht ist klar, schwarz auf weiß niedergeschrieben.]

Ein weiteres ungeheures Eingeständnis findet sich in diesem Cor unum: Mgr. Fellay steht zu seiner doktrinellen Erklärung. In seinen Augen ist sie sehr gut und in keiner Weise skandalös, und so rechtfertigt er sie:

1. Sie richte sich „nach dem Muster der Erklärung Mgr. Lefebvres von 1988“, [7] folglich sei sie gut.


2. Sie wurde am 13. Juni von den Römern abgeändert und ist dadurch unannehmbar geworden.

Diese beiden Rechtfertigungen sind falsch und verlogen; auch da braucht man es nur nachzulesen. 

1. Sie richte sich „nach dem Muster der Erklärung Mgr. Lefebvres von 1988“

Zunächst ist die Erklärung Mgr. Lefebvres die des „Unternehmens Selbstmord“. Es ist daher nicht lobenswert, das wiederaufzunehmen, was Mgr. Lefebvre mißbilligt hat. Er sagte selbst, er sei zu weit gegangen.

Mgr. Fellay behauptet, daß

l  die Erklärung nicht der erschöpfende Ausdruck seiner Vorstellungen über das Konzil sei... Das hat wenig zu sagen, wenn sie Unannehmbares enthält: sie ist schlecht, obgleich sie nicht erschöpfend ist.

-     sie klar sei, aber „herausragende Mitglieder der Bruderschaft haben sie nicht verstanden“, Mgr. Tissier, Pater de Cacqueray... Es ist beunruhigend, daß Rom die Erklärung besser versteht als herausragende Mitglieder der Bruderschaft! Selbst Pater Laisney findet die Erklärung fragwürdig.

Das Cor unum stellt die Erklärung folgendermaßen dar:

„Dieser Text will den römischen Autoritäten zu verstehen geben, daß wir die katholischen Prinzipien bezüglich des Lehramtes der Kirche anerkennen, so daß eine Verurteilung zu einem Schisma ungerecht und wirkungslos wäre.“

Man macht sich lustig über uns: „Dieser Text will zu verstehen geben“! Es geht doch hier nicht um eine subjektive Absicht sondern um die objektive Bedeutung: was wird in diesem Text gesagt?!!! Was würde ein Lehrer einem Schüler antworten, der sich über eine „sechs“ im Ausatz beschwert und behauptet: „Ich wollte sagen...“ „Das ist vielleicht das, was Sie sagen wollten, aber nicht das, was ich lese! Setzen, 'sechs'“.

Wenn diese Erklärung „dem Muster derjenigen Mgr. Lefebvres von 1988“ folgt, dann unterscheidet sie sich ernstlich in drei Punkten von letzterer.

a) II: Der beispiellose Bezug auf das Glaubensbekenntnis Kardinal Ratzingers von 1989:

Mgr. Lefebvre: „Das ist eine sehr ernste Sache. Denn er verlangt von allen, die sich [an Rom] angeschlossen haben oder die es tun könnten, ein Glaubensbekenntnis über die Konzilsdokumente und die nachkonziliaren Reformen abzulegen. Das ist uns unmöglich.“ (Interview Fideliter Nr. 79, Jan. 1991, S. 4) „So wie sie ist, ist diese Formulierung gefährlich. Das zeigt ganz klar die Gesinnung dieser Leute, mit denen man sich unmöglich verstehen kann.“ (Interview Fideliter Nr. 70, Juli 1989, S. 16; vgl. auch Fideliter Nr. 73, S. 12 und Nr. 76, S. 11)

b) III, 4: Glatte und schlichte Annahme der „Hermeneutik der Reform in der Kontinuität“,
und zwar mit genau den gleichen Worten.

Sehr bemerkenswert: dieser Paragraph wurde von den Römern nicht geändert!!!

Mgr. Fellay: „Die ganze Überlieferung des katholischen Glaubens muß das Kriterium und der Führer zum Verständnis der Unterweisungen des II. Vatikanischen Konzils sein, das selbst wiederum gewisse Aspekte des Lebens und der Lehre der Kirche beleuchtet, die implizit in ihnen enthalten, aber noch nicht  begrifflich formuliert sind.“

Das ist das Konzil im Licht der Tradition mit der Tradition im Licht des Konzils.

Mgr. Lefebvre: „Es ist uns unmöglich, uns an dieser Verschwörung zu beteiligen, auch wenn sogar bei diesem Konzil viele zufriedenstellende Texte enstanden sind, denn die guten Texte dienten zur Annahme der mehrdeutigen, ausgehöhlten, verfänglichen Texte. Es bleibt uns nur eine einzige Lösung: diese gefährlichen Lehrer aufzugeben und uns fest an die Überlieferung anzuschließen, d.h. an das seit 20 Jahrhunderten bestehende offizielle Lehramt der Kirche.“ [8]

c       III, 7: Die Messe und die Sakramente, die von Paul VI. und Johannes Paul II. „rechtmäßig“ promulgiert wurden.

Eine äußerst besorgniserregende Formulierung!

2. Die Erklärung wurde am 13. Juni von den Römern abgeändert und ist unannehmbar  geworden.

In Wahrheit ändern die römischen Zusätze die Erklärung nicht wesentlich, denn sie haben lediglich klar formuliert, was Mgr. Fellay in dem todbringenden Paragraphen III, 4 bereits stillschweigend zugestanden hatte: „Das Konzil im Licht der Tradition mit der Tradition im Licht des Konzils“ und durch das Wort „rechtmäßig“. Mgr. Fellay selbst hat in seinen Reden die Konzilsirrtümer heruntergespielt, um die Geister auf die konziliare Versöhnung vorzubereiten. Es war doch Mgr. Fellay, der nach dem Motu proprio, das den ordentlichen und den außerordentlichen Ritus begründete, das Te Deum singen ließ. Man muß logisch handeln und die Wörter sinngemäß verwenden, nicht wahr?

Auch hier täuscht das Cor unum die Mitglieder, denn der Beweis dafür, daß die von den Römern korrigierte Erklärung derjenigen Mgr. Fellays völlig gleichartig war, ist, daß Mgr. Fellay sie unterschrieben hätte, wenn die interne Opposition nicht gewesen wäre. Mgr. Fellay hat dies Benedikt XVI. selbst gestanden:

„Leider wird die neue Erklärung im aktuellen Kontext der Bruderschaft nicht auf Akzeptanz stoßen.“ [Aber den Mitgliedern sagte er: „Einen Text, der die Hermeneutik der Kontinuität fördert, mußten wir zurückweisen“] “Ich habe jedoch die Absicht, weiterhin alle Anstrengungen zu machen, diesen Weg fortzusetzen, um zu den nötigen Klärungen zu gelangen...“ Wir unterstellen keine „unglaubwürdigen Absichten“, er selbst gibt seineAuffassung preis. Im militärischen
 Sprachgebrauch nennt man das geheime Verbindung zum Feind, das ist Hochverrat!

Und die drei Bedingungen des Kapitels von 2012? Leeres Gerede!

Einige werden jetzt sagen: „Karl VI. ist verrückt, aber seine Umgebung ist wachsam.“ Die vom letzten Generalkapitel im Juli 2012 festgelegten Bedingungen sind ungenügend. Sie schützen uns in keiner Weise und werden uns nicht daran hindern, genau so abzufallen wie die bereits [an Rom] angeschlossenen Gemeinschaften.

Das Generalkapitel hat die beiden wichtigsten Bedingungen weggelassen, die Mgr. Lefebvre ganz klar verlangt hatte: die Bekehrung der offiziellen Autoritäten, die eindeutig durch die ausdrückliche Verurteilung der konziliaren Irrtümer zum Ausdruck gebracht wird, und daß wir vom neuen Kirchenrecht ausgenommen werden.

1. Die erste Bedingung „sine qua non“: Die Bruderschaft erbittet von den Verrätern die Erlaubnis, die Wahrheit sagen zu dürfen und die für die Irrtümer des Modernismus, des Liberalismus und des II. Vatikanums Verantwortlichen kritisieren zu dürfen! Wenn man sieht, wie die Bruderschaft die Irrtümer und Skandale seit dem Jahr 2000 anprangert, dann verpflichtet das kaum zu etwas. Das Institut zum Guten Hirten besaß diese Freiheit zur konstruktiven Kritik; das Resultat haben wir gesehen.

2. Die zweite Bedingung verlangt die ausschließliche Verwendung der Liturgie von 1962. Sowohl Le Barroux als auch der Abtei von Flavigny war diese ausschließliche Verwendung gewährt worden, und was ist das Ergebnis? Sie verkaufen Statuen des seligen Johannes Paul II. !!! Diese Kongregationen sind abgefallen, aber für uns, die Priesterbruderschaft St. Pius X., soll keine Gefahr bestehen?

3. Die dritte Bedingung verlangt die Garantie mindestens eines Bischofs. Wer wird ihn auswählen? 1988 hatte Rom die drei von Mgr. Lefebvre vorgeschlagenen Kanditaten abgelehnt. Campos bekam seinen Bischof und seither haben wir erlebt, daß er das II. Vatikanum pries und konzelebrierte!!!

Was läßt sich daraus schließen?

Wenn im Jahr 2008 jemand vorausgesagt hätte, daß Mgr. Fellay im Jahr 2012 bereit sei, das „Gemeinwohl der Bruderschaft“ zu opfern, weil „Rom das nicht länger hinnimmt“ (14. April 2012) oder daß er im Fall eines Abkommens mit Rom nicht ausschlösse, „daß es zu einer Spaltung [in der Bruderschaft] kommt“ (Catholic News Service am 11. Mai 2012), dann wäre dieser Jemand  für verrückt erklärt worden!!! Und doch wurde all das gesagt und Mgr. Fellay war bereit, es zu tun. Er hat selbst schlimmeres gewagt als alles, was vorstellbar war, und zwar durch diese von den Römern korrigierte Erklärung.

Natürlich hat Mgr. Fellay eine heikle und schwierige Stellung. Die geopolitische Lage ist unerträglich und die religiöse Krise verwirrend. Aber das darf keine Doppelzüngigkeit rechtfertigen. Wenn ein Oberhaupt bereit ist, sich ständig selbst zu widersprechen, muß man dann nicht fürchten, daß es auch bereit ist, seine Macht gegenüber allem und gegen alles auszuüben?
Natürlich schuldet man seinem Oberen Respekt, aber das darf nicht so weit gehen, daß man die Wahrheit mit Füßen tritt. Ein Mitbruder schrieb mir letzte Woche:

„Zwischen dem Beteuern seiner Unschuld und der Realität der Sachlage besteht ein Mißverhältnis, das mitunter entsetzlich ist. Man fragt sich, ob das Hochmut (Dünkel) ist oder eine Unfähigkeit, zu sehen und zu verstehen, oder aber eine Blindheit, die Gott ebenso zuläßt wie beim Pharao oder dem Hohepriester, um seine Macht  und seine Herrlichkeit in einer Zukunft, die man sich herbeiwünscht, besser kundtun zu können.“

Wenn man sich die Doppelzüngigkeit in der Vergangenheit anschaut, kann man das Schlimmste befürchten. Mgr. Fellay ist moralisch tot und hat seine Legitimität selbst verspielt. Um es mit Jean-Bastien Thiry zu umschreiben, kann man sagen:

„Es ist nicht gut, es ist nicht moralisch, es ist nicht legal, daß ein solcher Mann lange an der Spitze der Tradition bleibt.“

Es ist nicht gut: So hat einer unserer drei Theologen, die mit Rom Gespräche geführt haben, zu einem Mitbruder gesagt: „Der Kopf Mgr. Fellays ist verfault“; seine Texte sind in der Tat voller fauler  Kompromisse.

Es ist nicht moralisch: die oft verwendete doppelzüngige Sprache, die offiziellen und feierlichen Lügen.

Es ist nicht legal: sein schlimmer Ungehorsam gegenüber den Beschlüssen des Kapitels von 2006, indem er im März 2012 das Prinzip „kein ausschließlich praktisches Abkommen“ auf den Müll warf.

Daß Mgr. Fellay abdanken soll, ist kein Einfall von uns sondern von Mgr. Lefebvre, der bezüglich der Mönche und Nonnen, die in Le Barroux eintraten, um in der Tradition zu bleiben und der konziliaren Kirche zu entfliehen, aber vom Abt der Autorität der Konzilskirche unterstellt wurden, bemerkte:

„Man unterstellt sie der Autorität der Konzilskirche. So ist man völlig sprachlos, wenn man
bedenkt, daß sie trotz dessen, was sie zwangsläufig feststellen, bleiben. Sie entschließen sich nicht, zu gehen oder ein anderes Kloster zu gründen, oder Dom Gérard aufzuforden, zurückzutreten und einen anderen an seine Stelle setzen zu lassen...Nein, nichts... sie gehorchen. [...] Es ist beklagenswert, zu sehen, mit welcher Leichtigkeit ein Kloster der Tradition sich der konziliaren und modernistischen Autorität unterstellt. Und alle bleiben. Es ist schade und wirklich traurig, das feststellen zu müssen... [...] Diese Übertragung der Autorität, das ist das Schlimme, das ist das außerordentlich Schlimme. Es reicht nicht, zu sagen: Wir haben in der Praxis nichts verändert... Diese Übertragung ist das Schlimme, denn die Absicht der Autoritäten ist es, die Tradition zu zerstören.“ [9]

Aber er hat nicht unterschrieben!!! Nun gut! Aber was heißt unterschreiben und was soll unterschrieben werden: ein praktisches Abkommen ist selbstmörderisch und tödlich. Ersetzen Sie das Verb „unterschreiben“ durch „töten“. „Er konnte nicht unterschreiben, aber er wollte unterschreiben und er hat sehr wohl die Absicht, zu unterschreiben.“ wird zu „Er konnte nicht töten, aber er wollte töten und er hat sehr wohl die Absicht, zu töten.“

Sein Rücktritt ist zwar notwendig, aber nicht ausreichend.

Denn das Problem ist weitreichender als das Mgr. Fellays: Der Liberalismus hat die Bruderschaft zerrüttet. Obschon die Mehrzahl ihrer Mitglieder noch in Ordnung ist, so hat doch ein Fäulnisprozeß an der Spitze eingesetzt.

Ein Prior bemerkte anläßlich einer theologischen Tagung, er könne nicht sagen: „Benedikt XVI. ist ein Modernist.“ Derselbe Prior vertraute auch einem Mitbruder an, daß er seine Gläubigen nicht mehr guten Gewissens für „die Bekehrung Roms und der Bischöfe“ beten lassen könne, obwohl diese Intention doch zu denen der Bruderschaft gehört (Cor unum Nr. 35). In Chartres versuchte ein Prior, der die Politik Mgr. Fellays rechtfertigen wollte, mich davon zu überzeugen, daß die Seligsprechung Johannes Pauls II. nicht so schlimm sei, denn „es ist der Mensch, den man verherrlicht hat und nicht seine Lehre“, und daß die Assissi III-Initiative nicht so skandalös sei, denn „die Tatsache, daß Benedikt XVI. Atheisten eingeladen hat, zeigt, daß es sich nicht um ein Religionstreffen handelt.“

Sie sind noch immer Prioren in Frankreich und das trotz des beispielhaften Verhaltens Pater de Cacquerays!

Wie könnte es auch sein, daß nach 200 Jahren Revolution und 100 Jahren Modernismus unser schwacher Geist und unser Wille nicht durch den Liberalismus verbildet und gelähmt worden sind? Sollten die Tradis etwa gefeit sein gegen die Folgen der Erbsünde? Der Liberalismus hat die christliche Zivilisation zerstört, aber die Bruderschaft sollte durch diese Sünde der Moderne keinen Schaden erlitten haben? Durch welches Wunder? Durch welches Verdienst? Die Kirche befindet sich in der Krise, das ja, die Bruderschaft hingegen nicht, niemals? Welch unerträgliche und  anmaßende Torheit!

„Der katholische Liberalismus ist die Angst selbst, mal unter dem Deckmantel der Nächstenliebe verborgen, mal unter dem der Klugheit. Der katholische Liberalismus ist Sklave einer grausamen Tyrannei, der Tyrannei der Meinung.“ (die Bischöfe von Ecuador)

Dieses Gift sollte es ausgerechnet in der Bruderschaft nicht geben? Unsere Vorfahren hatten in ihren Pfarreien zu leiden und mußten Zeugnis ablegen in einer vom Modernismus unterminierten Kirche. Wir machen es uns einfach, wenn wir sie dafür loben, aber wir müssen es ihnen heutzutage gleichtun. Jetzt ist es an uns, in unseren Prioraten zu leiden und in einer vom Liberalimus unterminierten Kirche Zeugnis abzulegen. Unsere besten Vorbilder bleiben Mgrs. Lefebvre und Castro-Mayer. Von den 4000 Bischöfen haben nur 300 klargesehen, und von diesen 300 haben nur zwei tatkräftig gehandelt. Wie einsam waren sie doch!!!

Lassen Sie mich mit einem Hoffnungsschimmer schließen:   

1. „Der Sozialismus macht gewaltige Fortschritte, jedoch mit der geballten Macht der heutigen Freimaurerei, die überall ist, überall, überall, die in Rom ist, die überall ist. Die Freimaurerei ist überall und lenkt alles. Bald werden wir mit Hilfe von Computern karteimäßig erfaßt werden, jeder von uns erhält eine Nummer, und wir werden nichts mehr tun können, ohne daß es auf unserer Karte erfaßt wird, und all dies mit Hilfe des Computers. Unsere Lage wird schlimmer sein als die in einem sowjetischen Land. [...] Es ist schrecklich; wir können uns nicht vorstellen, wohin wir derzeit steuern, zu einer Sozialisierung, die scheinbar nicht so hart ist wie diejenige des Kommunismus und die doch letzten Endes ganz einfach ein Abbild des Kommunismus sein wird. Sie wird jedoch mit Hilfe wissenschaftlicher Mittel erreicht statt mit Gewalt, wie es die Kommunisten getan haben, aber es wird das gleiche sein. Dann wird man alle diejenigen aus der Gesellschaft ausstoßen, die sich dieser Ordnung nicht unterwerfen [...]. Man wird sie ausstoßen. Es wird immer Mittel und Wege geben, um sie auszustoßen. [...] Wir steuern auf eine schreckliche Gesellschaft zu, die sich frei nennt, in der es aber keinerlei, wirklich keinerlei Freiheit mehr geben wird. [Mgr. Lefebvre, Vortrag am 22. August 1979 im Priorat St. Pius X. in Shawinigan, Quebec)

Hervé Ryssen sagt, daß, wenn man wissen will, wer die Welt regiert, sich fragen soll, wen man nicht kritisieren darf.  

2. „Im mystischen Sinn ist der Feigenbaum das Sinnbild der Synagoge. Wenn er zu grünen beginnt und sich voller Stolz mit seinen Sünden bedeckt, als seien es ergrünende Blätter, dann ist der Sommer nahe, dann ist das Feuer der Verfolgung nahe. Die Zeit des Antichristen wird Zeit der Greuel genannt, weil er sich gegen Gott stellt, weil er sich die Ehre anmaßt, die Gott allein gebührt. Die Juden werden ihn empfangen, auf daß er sich auf den heiligsten Platz im Tempel setze und die Ungläubigen ihm die göttlichen Ehren erweisen. Und da das besondere Merkmal des Irrtums der Juden darin besteht, die Lüge zu  wählen, nachdem sie die Wahrheit verworfen haben, befiehlt der Erlöser seinen Jüngern, Judäa zu verlassen und in die Berge zu fliehen, diesem Volk zu entfliehen, das an den Antichristen glaubt.“ (Hl. Hilarius im Jahre 380, bezogen auf das Evangelium der letzten Zeiten, zitiert vom hl. Thomas)

3. Je näher das Ende der Welt rückt, desto größeren Nutzen werden die Bösen und die Verführer haben. Man wird auf der Erde fast keinen Glauben mehr finden, d. h. er wird aus allen irdischen Institutionen  fast völlig verschwunden sein. Die Gläubigen selbst werden kaum wagen, ihren Glauben öffentlich zu bekennen. Die Kirche, eine zweifellos immer sichtbare Gesellschaft, wird mehr und mehr auf ein rein individuelles und häusliches Ausmaß zurückgeführt. Für die irdische Kirche wird es wie eine wahre Niederlage sein: „Auch wird dem Tier (Erlaubnis) gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu besiegen.“ (Offb. 13,7)“ (Rede Mgr. Pies in Nantes am 8. Nov. 1859)

4. „Man beschuldigt mich, streng zu sein und die Geister zu verwirren. Diese Beschuldigung ist angesichts des revolutionären Prozesses, der [uns] die Waffen nimmt, normal. [...] Man stellt uns ein provisorisches und trügerisches Absolutes gegenüber: den Frieden der Menschen. Wenn man [die Menschen] beunruhigt, indem man sie vor einer tödlichen Gefahr warnt, wenn man ihnen sagt: „die Flut wird Sie mitreißen“ oder „es brennt“, dann ist das streng. Man ist nicht  flexibel. So als seien der Schock, das Erwachen, die Überraschung, die Erregung nicht die natürlichen Warner. Wenn man  auffordert, zu springen, zu schwimmen, Widerstand zu leisten, ist das das Übel? Und nicht der Schiffbruch oder das Ertrinken? Diesen trügerischen Frieden, diesen Schlaf in den Turbulenzen, hat Christus verurteilt, als er sagte: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Mein Frieden ist nicht von dieser Welt.“ Aber „streng“ sein verunsichert. Man wagt nicht zu antworten: „In der Revolution haben nur die standhaften Seelen Schutz, nur die Anhänger des Absoluten werden vom Sturm der Revolution nicht mitgerissen.“ [...] Manch ein Leser bedauert, daß die Häresie im Jahr 1970 nicht so klar erkennbar sei wie im XVI. Jahrhundert. Damals wußte man angeblich wenigstens, woran man sich zu halten hatte. [Das ist eine] sehr naive Sichtweise, denn die Häresie zeigt sich nur sehr scharfblickenden Augen auf Anhieb... zu Beginn gab es keine „Gläubigen“ und „Ungläubigen“, sondern Engstirnige [dunkle Brille] und Liberale [rosarote Brille].“ (Luce Quenette, Itinéraire Nr. 143, Mai 1970)

Ich ziehe meine Stellung als Verfolgter, aber in Frieden Lebender tausendmal der Stellung jener vor, die die Bruderschaft in Verwirrung gestürzt und entstellt haben. Mein Ziel ist es, Frieden zu verbreiten, indem ich die verzerrte Wahrheit verteidige. Und dieser Frieden ist der Frieden Christi und nicht der der Welt.

Die Bruderschaft verändert sich durch die Schuld ihrer schlechten Oberen. Ihre Betrügereien und Unredlichkeiten wurden zur Genüge bewiesen. Die Zeit des Schreibens ist vorbei, jetzt ist es an der Zeit zu handeln. Die Politik Menzingens ist unredlich und liberal. Dieser Zustand dauert schon viel zu lange an; er muß und wird beendet werden.

Ganz gleich, um welchen Priester der Bruderschaft es sich handelt, das Recht, sein Amt auszuüben,
wird ihm von den Gläubigen übertragen; es ist ein Stellvertretungsrecht. Ich bin Priester, um Christi Lehre zu verbreiten und seine Feinde zu bekämpfen. Ganz Frankreich ist mein Priorat. Sie können auf mich zählen. Wo immer Sie in Frankreich leben, erbitten Sie unsere Hilfe und wir besuchen Sie. Wir helfen Ihnen, sich vor dem Liberalismus zu schützen, der uns unterminiert. Nehmen Sie mit unseren befreundeten Webseiten Kontakt auf, mit La Sapinière, Mit der Immaculata, Un évêque s'est levé... und Sie erhalten alle notwendigen Angaben.“

Beten Sie für mich; Gott segne Sie.
  

[7] nach dem Beispiel, genau wie

[8] Marcel Lefebvre, 18. August 1976 in Ecône, Vorwort, & 27. August 1976 in Paris, Bemerkungen zum Titel des Buches „Ich klage das Konzil an“  

[9] Die Lage nach den Bischofsweihen, Vortrag in Ecône am 8. Oktober 1988   

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wieso sieht die Audienzhalle in Rom wie eine Schlange aus?

Körpersprache: der Papst ordnet sich den Illuminaten unter! "Satan muss im Vatikan regieren. Der Papst wird sein Sklave sein"!

Im Jahr 2017: Jubiläum für 100 Jahre Fatima, der erwartete "Messias" der Juden und der Dritte Weltkrieg! Unsere Rettung? MARIA!