Wenn die Konzilkskirche ins Chaos sich versenkt! Kommentar

Kommentar von Weihbischof Williamson


Nummer CD (400)


14. März 2015

Zurückgekommenes Chaos

Wenn die Konzilskirche ins Chaos sich versenkt,
So fügt es Gott, falls ein Mensch noch denkt.
Der von Erzbischof Lefebvre sehr geschätzte italienische Laie Romano Amerio hatte das Buch Iota Unum geschrieben, woraus diese „Kommentare“ bereits einen faszinierenden Absatz zitierten. Auf meisterhafte Weise zerlegt Amerio in seinem Buch all die doktrinären Irrtümer des Zweiten Vatikanischen Konzils. Im Abschnitt Nr. #319 schreibt er: Wenn (1) die gegenwärtige Krise dazu tendiert, die Natur der Kirche zu stürzen, und wenn (2) diese Tendenz im Innern der Kirche stattfindet im Gegensatz zu früheren externen Angriffen, dann (3) steuern wir auf eine formlose Dunkelheit zu, welche künftig eine Analyse und Prognose unmöglich machen wird, und (4) angesichts derer wir nur noch werden schweigen können.
Genau betrachtet sind das starke Worte. Amerio sagt, daß wir am Rande zum Chaos stehen, denn natürlich (1) neigt die gegenwärtige Krise dazu, die Natur der Kirche zu stürzen und (2) findet sie im Innern der Kirche statt, wenn sogar der Papst Aussagen macht wie „Es gibt keinen katholischen Gott“ oder „Homosexuelle müssen neu bewertet werden“ – alles Aussagen, deren bewußte Mehrdeutigkeit die Tür weit öffnet für den Umsturz des gesamten katholischen Dogmas und der Moral. Doch warum sollte (3) die katholische Analyse und Prognose unmöglich werden, und warum (4) kann dann als Mittel bloß noch das Schweigen übrigbleiben? Wieso zieht Amerio eine solche düstere Schlußfolgerung?
Weil unser Herr sagt, „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird nicht im Finsteren gehen, sondern das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12), und das stark darauf hindeutet, daß die Masse der Weltbevölkerung, welche ihm nicht folgt, bereits in der Dunkelheit steht. Zudem sagt unser Herr zu seinen Nachfolgern: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Matthäus 5,14), was wiederum stark darauf hinweist, daß das tägliche Schrumpfen der Zahl von überzeugten Katholiken zu einer Zunahme der Dunkelheit in Kirche und Welt führt. Manche werden sagen, daß das Wort Dunkelheit nur ein Gleichnis sei. Warum also sollte die katholische Analyse und Prognose unmöglich werden?
Weil (3) heutzutage immer mehr Menschen zum Denken unfähig sind. Seit unser Herr durch seine Fleischwerdung die übernatürliche Gnade in die Welt brachte zur Rettung der verwundeten und strauchelnden Natur, kann diese nicht mehr ohne seine Gnade selbstständig aufrecht stehen. Wenn also immer mehr Menschen unserem Herrn Jesus Christus und damit Gott den Rücken kehren, untergraben sie ihre eigene Natur und weisen jenen gesunden Menschenverstand zurück, mit welchem sie von Natur aus begabt werden, um in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit inhaltlich, und in Übereinstimmung mit der Logik verfahrensmäßig, zu denken. Die Menschen wollen Freiheit von der Wirklichkeit und von der Logik, um Gott zu trotzen und entsprechend ihrem Größenwahn die Welt neu zu gestalten.
Daraus folgt, wenn Jesus Christus der Menschheit und der menschlichen Natur zuhilfe kam durch Gründung seiner katholischen Kirche, und wenn auf dem Zweiten Vatikanum auch die Nicht-Juden schließlich diese Kirche ablehnten, dann hat das Sich-Selber-Zerreißen des Menschen, seiner Natur und seines Denkens auf dem Zweiten Vatikanum einen solch großen Schritt vorwärts gemacht, daß dieser Prozeß praktisch unumkehrbar ist. Deswegen kann Amerio implizit im Zweiten Vatikanum eine „formlose Dunkelheit“ voraussehen, wovon das kampfeslustige Chaos an stolzen Meinungen, welche heute im Internetz herumtänzeln, als Beispiel und Vorgeschmack dienen mag.
Doch (4) warum nicht in diese Dunkelheit hineinrufen? Warum sollten wir angesichts von ihr nur noch schweigen können? Weil in dem chaotischen Getöse die Wahrheit schlicht nicht mehr gehört wird, außer von ein paar von Gott zum Hören auserkorene Seelen (cf. Apostelgeschichte XIII, 48). Diese Seelen sind Auserwählte Gottes und können aus den überraschendsten Hintergründen kommen. Sie mögen eine wichtige Hilfe der Kirche und eine Hoffnung der Welt darstellen.
Kyrie eleison.

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