Novus Ordo Messe und der Brief von Erzbischof Lefebvre an die ratlosen Katholiken




DIE WAHRHEIT KANN SICH NIE ÄNDERN DENN 
WENN SIE ES TUT, 
SO IST SIE NICHT DIE WAHRHEIT!



Papst Benedikt XVI. erkannte, dass die Liturgiereform gescheitert ist, doch leider gab er nicht das beste Zeugnis ab, denn weiterhin hielt er die neue Messe und hielt nicht was er den vielen Traditionalisten versprach, er blieb letztendlich so wie er geformt wurde, modern und theologisch doch liberal, trotz all der manchmal fein klingenden Worte und Ansprachen:


»An die Stelle der gewordenen Liturgie hat man die gemachte Liturgie gesetzt. ...(mehr). 
Man wollte nicht mehr das organische Werden und Reifen des durch die Jahrhunderte hin Lebendigen fortführen, sondern setzte an dessen Stelle - nach dem Muster technischer Produktion - das Machen, das platte Produkt des Augenblicks.«
Joseph Kardinal Ratzinger, Gedenkschrift für den verstorbenen Liturgiewissenschaftler 
Msgr. Dr. Klaus Gamber »Simandron - der Wachklopfer«, W. Nyssen, Köln 1989, S.14f.

»Die Ächtung der bis 1970 gültigen Form von Liturgie muss aufhören! Wer sich heute für den Fortbestand dieser Liturgie einsetzt oder an ihr teilnimmt, wird wie ein Aussätziger behandelt; hier endet jede Toleranz... Derlei hat es in der ganzen Geschichte nicht gegeben, man ächtet damit ja auch die ganze Vergangenheit der Kirche.« 
Joseph Kardinal Ratzinger, Gott und die Welt, 2. Aufl., München 2000, S.357

»Eine Gemeinschaft, die das, was ihr bisher das Heiligste und Höchste war, plötzlich als strikt verboten erklärt und das Verlangen danach geradezu als unanständig erscheinen läßt, stellt sich selbst in Frage. Denn was soll man ihr eigentlich noch glauben? Wird sie nicht morgen wieder verbieten, was sie heute vorschreibt?« Joseph Kardinal Ratzinger, Salz der Erde, Heyne, 2001, S. 188
Die tridentinische Messe ist die ältere und für alle Zeiten gültige Messfeier welche in dieser Form fest gelegt wurde und seit dem Konzil von Trient 1570 bis 1970 vollzogen wurde.



Die Worte von Erzbischof Lefebvre 
zur Novus Ordo Messe!

Dazu wurde ein Video gedreht mit dem ersten Teil dieses Briefes in englischer Sprache. Auch ohne die Sprache zu verstehen, die Bilder sprechen für sich.



Das ganze Buch - der ganze Brief (196 Seiten)
ist hier erhältlich !









Der Erzbischof an die ratlosen Katholiken 

Die neue Religion, die später den Namen Anglikanismus annehmen sollte, begann mit der Offensive gegen die Messe, die persönliche Beichte und den kirchlichen Zölibat. Obwohl Heinrich VIII. die enorme Verantwortung der Trennung seines Volkes von Rom auf sich genommen hatte, lehnte er doch die diesbezüglich an ihn herangetragenen Vorschläge ab. 

Ein Jahr nach seinem Tod aber wurde durch einen Erlaß der Gebrauch des Englischen für die Feier der Messe erlaubt, Prozessionen verboten und ein neuer Ordo, der Order of Communion aufgezwungen, bei dem das Offertorium nicht mehr vorhanden ist. 

Um die Christen zu beruhigen, verbot ein weiterer Erlaß jede Art von Änderung, während ein dritter den Pfarrern erlaubte, die Heiligen- und Muttergottesstatuen aus den Kirchen zu entfernen. Ehrwürdige Kunstwerke wurden bei den Händlern verkauft, ganz wie heute in den Antiquitätengeschäften und auf dem Flohmarkt.

Nur einige Bischöfe haben daraufhingewiesen, dass der Order dem Dogma der Communio über die Realpräsenz widerspricht, weil er sagt, daß Unser Herr uns Seinen Leib und Sein Blut nur geistig schenkt.



Das in der Volkssprache übersetzte Confiteor (Schuldbekenntnis) wurde vom Zelebranten und den Gläubigen zugleich gesprochen und diente als Absolution. 



Die Messe wurde zu einem Mahl umgewandelt,  
„turning into a Communion”. 
Doch auch die klar sehenden Bischöfe nahmen schließlich das neue Meßbuch hin, um den Frieden und die Einigkeit aufrechtzuerhalten.  
Mit genau derselben Begründung möchte die nachkonziliare Kirche uns den neuen Ordo aufzwingen. Die englischen Bischöfe im 16. Jahrhundert behaupteten, daß die Messe eine „Gedächtnisfeier” sei! 
Eine intensive Propaganda erreichte, daß lutherische Auffassungen in den Geist der Gläubigen Eingang fanden; 
die Prediger mußten von der Regierung zugelassen sein.

Gleichzeitig wurde der Papst nur mehr 
„der Bischof von Rom” genannt

Gleichzeitig wurde der Papst nur mehr „der Bischof von Rom” genannt er ist nun nicht mehr der Vater, sondern der Bruder der übrigen Bischöfe und, in diesem Fall, der Bruder des Königs von England, der sich selbst als Oberhaupt der Landeskirche eingesetzt hatte. Das Prayer Book von Cranmer (2) ist eine Mischung aus der griechischen Liturgie und der Liturgie Luthers. 
Wer denkt dabei nicht an Mgr. Bugnini, der die sogenannte Messe Pauls VI. unter Mitarbeit sechs protestantischer „Beobachter” verfaßte, die in dieser Eigenschaft dem Rat für die Liturgiereform zugeteilt waren? 
 (3) Das Prayer Book beginnt mit den Worten: 
„Das Abendmahl, die heilige Kommunion, gemeinhin Messe genannt …” also eine Vorwegnahme des berüchtigten Artikels 7 der Institutio Generalis [Allgemeine Einführung] des neuen Meßbuchs, der vom Eucharistischen Kongreß in Lourdes 1981 wieder aufgegriffen wurde: 
„Das Herrenmahl, auch Messe genannt. …” 

Die Zerstörung des Heiligen, von der ich oben gesprochen habe, war auch in der anglikanischen Reform enthalten:  

Die Worte des Kanons mußten, obligat, laut gesprochen werden, so wie es bei den heutigen „Eucharistiefeiern” geschieht.
Das Prayer Book wurde von den Bischöfen auch approbiert, 
„um die innere Einheit des Königreiches zu erhalten”. 
Die Priester, die auch weiterhin die „alte Messe” gelesen haben, mußten mit Strafen rechnen, die von dem Verlust ihrer Einkünfte bis zu ihrer sofortigen Absetzung bei Rückfälligkeit, ja bis zu lebenslänglichem Gefängnis gingen. 
Man muß es geradezu anerkennen, daß heutzutage die „traditionalistischen” Priester nicht mehr ins Gefängnis geworfen werden.
Das England der Tudors glitt in die Häresie, ohne sich darüber ganz im klaren zu sein, weil es die Änderung unter dem Vorwand hinnahm, sich, mit seinen Hirten an der Spitze, den geschichtlich gegebenen Zeitumständen anzupassen. Heute ist die ganze Christenheit in Gefahr, denselben Weg zu gehen. 
Haben Sie bedacht, daß zwar wir, die wir ein gewisses Alter erreicht haben, einer geringeren Gefahr ausgesetzt sind, daß aber die Kinder und die jungen Seminaristen die neoprotestantischen Begriffe, die man ihnen einprägt, als etwas ganz Normales ansehen? Denn, sie werden ja mit den neuen Katechismen, mit Experimentalpsychologie und Soziologie ausgebildet und ohne den geringsten Anflug von Dogmatik, Moraltheologie, Kirchenrecht und Kirchengeschichte in einem Glauben erzogen, der nicht der wahre Glaube ist.  

Wie wird es mit der Religion von morgen aussehen, wenn wir nicht Widerstand leisten?

Sie werden versucht sein zu sagen: „Aber was können wir da machen? Es ist doch ein Bischof, der das oder jenes sagt. Schauen Sie doch, dieses Dokument stammt ja von der Kommission für den Religionsunterricht oder von einer anderen offiziellen Kommission!”
Ja, dann bleibt Ihnen eben nichts anderes übrig, als den Glauben zu verlieren. Aber Sie haben nicht das Recht, so zu reagieren. Der hl. Paulus hat uns gewarnt: „Aber selbst wenn ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündete als jenes, das wir euch verkündet haben: er sei verflucht!” (Gel. 1,8).
Das ist das Geheimnis des wahren Gehorsams.


Erzbischof Lefebvre 


_____

(1) vom 18.7.1870 (Erstes Vatikanisches Konzil)
(2) Thomas Cranmer von 1547 bis 1553 allmächtiger Erzbischof von Canterbury
(3) Papst Paul VI. wurde mit jenen sechs protestantichen Pastoren, darunter Max Thurian von Taizé, bei der Schlußsession des Consiliums am 16. April 1970 photographiert. Dieses bekannte und oft reproduzierte Photo wurde erstmals in der Documentation catholique vom 3. Mai 1970 als Titelblatt veröffentlicht.
Aus: “Offener Brief an die ratlosen Katholiken”, XVIII. Kapitel (1986, Mediatrix-Verlag, Wien)
 29. Juni 2013



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