1.Teil. Eine makabere Art und Weise das Gewissen zu erforschen und Sterbende zu begleiten? Laurentius Scupolis Schrift zeigt wie es früher war. Manchen erscheint es zu grausam...




Eine grausame Art einen Sterbenden zu begleiten und das eigene Gewissen zu erforschen?
Das mag ein heutiger moderner Mensch denken wenn er die folgende Schrift liest.
Man ging mit dem Gewissen, sich selbst und mit den Sterbenden in der Vergangenheit ganz anders um, ganz darauf bedacht die Seele vor dem ewigen Tod zu retten!

Einige Traditionalisten kennen das Werk von Laurentius Scupoli: "Der geistliche Kampf!" Hier aber folgt der Anhang dieses Buches welches die 6. Auflage ist, es handelt sich um Gewissenserforschung und Sterbebegleitung.

Der heilige Franz von Sales schätzte das Büchlein "Der geistliche Kampf" so hoch, dass er es während 18 Jahren bei sich trug und benutzte. ...[mehr]. 
Als ihn sein vertrauter Freund fragte wer sein Seelenführer sei, zog er den "Geistlichen Kampf" aus der Tasche hervor und sagte: "Dieser ist es, der mich seit meiner Jugend, neben Gott, in den Übungen des inneren Lebens unterwiesen und belehrt hat!"
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Es fehlt jedoch ein Anhang des Buches, welches man in einem älteren Buch von 1916 findet, ein Anhang mit dem Titel: Von der Weise die Kranken zu trösten und auf den Tod vorzubereiten! 
Die Seiten dieser kostbaren Schrift möchten wir hier veröffentlichen.

Es ist nicht nur für Sterbende und Sterbegleiter wertvoll!
Gerade uns Christen die wir in der heutigen modernen Zeit und Welt aufgewachsen sind, tut es gut dieses Büchlein zu lesen. Man wird sofort bemerken, dass man früher anders eingestellt war, ja es mag für einige sogar  seltsam und brutal erscheinen, wie man als Christ eingestellt war und einem Sterbenden begleitete.
Es ging dabei immer um die Rettung der Seele und darum Gottesfürchtig zu sein. Wer predigt davon noch? Wer spricht heute noch von Gottesfurcht und wer fürchtet heut noch die Hölle?
Man wird sofort bemerken, dass die heutige Sterbebegleitung ganz anders abläuft, wie auch die "Gewissenserforschung" heute bei vielen ganz anders ausschaut als noch vor 100 Jahren...
Wer sich mit der Tradition und dem katholischen Glauben nicht auskennt, kann sich erschrecken. Es ist heilsame Lehrstunde.

Im Buch haben wir es mit einer altdeutschen Sprache zu tun und einige Worte werden heute nicht mehr verwendet, vielen werden diese Worte fremd sein, deswegen trauen wir uns mal das eine oder andere Wort, frei zu übersetzen. Diese Worte werden mit einem *Sternchen vermerkt.
Die heutigen modernen Menschen werden wahrscheinlich nur schwer verstehen was sie hier lesen werden. Gott möge diesen helfen es zu verstehen und nicht abzulehnen.
Dieses Buch ist für alle eine gute Hilfe, es ist eine Art Gewissensspiegel und hilft einem sich auf die heilige Beichte wie auch auf dem Tod vorzubereiten und bewusster im Hier und Jetzt zu leben.
Schwester Benedicta





Erster Teil

Von der Weise die Kranken zu trösten und auf den Tod vorzubereiten!


"Ich war krank und ihr habt mich besucht" 
Matthäus 25,36



1. Welch großes Werk es sei, den Kranken beizustehen.

Es ist eine ausgemachte Sache, dass das ewige Heil eines Menschen von dem Zustande abhängt, in welchem er sich bei seinem Tod befindet; wohin der Baum in diesem verhängnisvollen Augenblicke fällt, da bleibt er liegen für immer. Hieraus folgt, dass es ein Werk vorzüglicher Nächstenliebe ist den Kranken zu helfen, damit sie gut sterben. Dieses Werk ist viel erhabener, als manche es sich vorstellen. Betrachten wir den Menschen, der gerettet werden soll, so sehen wir, dass er von unschätzbarem Werk ist; denn er ist geschaffen nach dem Ebenbild und Gleichnisse der Allerhöchsten Dreifaltigkeit.
Betrachten wir ferner, was der Sohn Gottes getan hat, um den Menschen zu retten, so erkennen wir, dass er für das Heil der Menschen eine solche Hochschätzung trug, die niemand zu erfassen vermag. Betrachten wir schließlich das Hauptziel des menschlichen Heiles, so zeigt sich uns das selbe in allerseits unaussprechlicher Größe; denn es besteht in der Herrlichkeit Gottes selbst.


2. Was wir erwägen sollen, wenn wir gerufen werden um den Kranken beizustehen. 

Wenn wir zu den Kranken gerufen werden, sollen wir um uns besser zur Liebe anzuregen außer dem obigen ferner folgende Punkte erwägen: Erstens, dass nicht dieser oder jener uns ruft, sondern Gott selbst; Gott stellt uns als Muster seinen eingeborenen Sohn vor, den er um die Welt zu retten vom Himmel auf die Erde gesandt hat. Erwäge zweitens, wie dieser Heiland unermüdlich um das Heil der Menschen bekümmert war ohne auf Kälte, Hitze, Hunger, Durst oder irgend ein Leiden, noch auf den schmählichen Kreuzest Rücksicht zu nehmen.
Wenn du also deinen Herrn nicht betrüben willst, so sei besorgt deinen Beistand nicht aus irgendwelcher Ursache, weder wegen Müdigkeit noch wegen irgend einer Unbequemlichkeit noch auch wegen des Ungemachs, das man in den Krankenzimmern empfindet, zu versagen. Als dritte Erwägung denke an das Wort des Herrn: "Mit welchen Maße du wirst gemessen haben, mit dem wird auch dir wieder gemessen werden."


3. Von den Hauptmitteln, welche uns kräftig machen zur Unterstützung der Kranken.

Wollen wir das heilige Werl der Unterstützung der Sterbenden gut ausüben, so sind fünf Dinge notwendig: ein gutes Leben, Mißtrauen gegen uns selbst, Vertrauen auf Gott, Gebet und die Wissenschaft, wie wir sie unterstützen sollen. Über die vier ersten Dinge, werden wir in dieser kurzen Abhandlung nicht reden, da wir im "Geistlichen Kampfe" darüber gehandelt haben; nur von dem fünften werden wir mit Gottes Hilfe in Möglichstes Kürze handeln.


4. Von den verschiedenen Zuständen, in welchen die Kranken sich befinden können.

Die Zustände, in welchen die Kranken sich zu befinden pflegen, sind, wie mir scheint, von fünf verschiedenen Arten. Von der ersten Art ist der Zustand derjenigen, welche entweder durch Verwundungen oder durch andere verschieden Unglücksfälle genötigt sind in kürzester Zeit zu sterben. Von der zweiten Art ist der Zustand derjenigen, denen ein längerer Zeitraum vor dem Sterben gestattet ist und diese sind gewöhnlich in drei verschiedenen Zustände; die einen wollen sich nicht in den Willen Gottes ergeben; andere ergeben sich in den Willen Gottes und können ihre Seelenkräfte gebrauchen um Tugendakte zu erwecken; wieder andere gibt es, die nicht mehr hören oder nur mit Schwierigkeiten einen Akt der Tugend erwecken können. Endlich von der fünften Art sind diejenigen, die sich bereits außer Gefahr und auf dem Wege der Besserung befinden.


5. Von der Weise den Sterbenden der ersten Art beizustehen.

Wenn es gilt diejenigen beizustehen, denen nur kürzeste Frist um mit dem Tode zu ringen gestattet ist, so wollen wir, sobald wir die Größe der Gefahr in Einsicht genommen, die halbe Stunde, welche das Übel uns etwa zu gewähren scheint, kaum für eine halbe Viertelstunde ansehen; folglich bei dem ihnen zu leistenden Beistand mit den hauptsächlichsten und zum heilige notwendigen Dingen den Anfang machen. Wenn sich ihr Leben dann noch verlängert, können wir auch auf die anderen Bedürfnisse bedacht sein. Finden wir z.B jemanden, der auf dem Punkte ist zu sterben, so sprechen wir ihn etwa auf folgende Art zu, indem wir ihn mit Namen oder sonst eine freundliche Art anreden:
"BEREUE ES, N. DASS DU OFT UND AUF VERSCHIEDENE WEISE GOTT BELEIDIGT HAST; ER HAT DICH MIT SOVIEL LIEBE NACH SEINEM EBENBILDE ERSCHAFFEN; DA DU VERLOREN WARST, HAT ER DICH MIT DEM BLUTE SEINES EIGENEN SOHNES ERKAUFT. BITTE IHN MIT VERTRAUEN UM VERZEIHUNG IM NAMEN SEINES SOHNES UND UM DES KOSTBAREN BLUTES WILLEN, DASS ER FÜR DICH VERGOSSEN HAT, UND WENN JEMAND DICH BELEIDIGT HAT, SO VERZEIHE IHM AUS GANZEM HERZEN. SPRICH MIT MIR: JESUS, ERLÖSER DER WELT, ERBARME DICH MEINER!
SÜßESTER JESUS, SEI MIR WAHRHAFT JESUS, HEILAND; JESUS GUTER HIRT, NIMM MEINEN GEIST AUF! HEILIGE MARIA, KOMM MIR ELENDEN ZU HILFE!
ALLE HEILIGEN GOTTES, LEGET FÜRBITTE EIN FÜR MEIN EWIGES HEIL!"
Bleibt ihm noch längere Lebenszeit, so soll man ihm sagen, dass er seine Sünden auf folgende Weise beichte: "Ich bereue es gegen dieses und jenes Gebot mehrere Male gesündigt zu haben", wobei man bedacht sei soll, so schnell fertig zu werden als möglich. Währt das Übel auch noch längere Zeit, so soll man ihn weiter über die notwendigsten besonderen Umstände befragen. Wenn wir auf diese Weise mit Klugheit verfahren, wird der Kranke nicht sterben ohne den hinreichenden Beistand um selig zu werden, empfangen zu haben.

Es folgt in Kürze Kapitel 6:

6. Von der Weise den Sterbenden der zweiten Art beizustehen.

...

Gottes Segen! 
Gelobt sei Jesus Christus!



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